- Sonderveröffentlichung -

Unterschätzte Perspektiven

Anspruchsvolle, vielseitige Aufgaben, Arbeiten im Team und die Chance, früh Verantwortung zu übernehmen: Die Zukunftsperspektiven in der Logistikbranche für junge Leute und Fachkräfte sind gut.

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Spannend, anspruchsvoll, abwechslungsreich. So beschreibt Vanessa Rössel (22) die Ausbildung zur Speditionskauffrau: „Die Aufgaben machen Spaß, kein Tag ist wie der andere.“ Die Ausbildung hat die junge Frau so gut abgeschlossen, dass sie  im vergangenen Jahr vom Logistik-Cluster Schwaben ausgezeichnet worden ist.

Die Charakterisierung des Ausbildungsberufs findet Fabian Späth von der IHK Ulm treffend. „Der Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung ist extrem spannend  und vielseitig. Das ist kein klassischer kaufmännischer Beruf“, sagt Späth, der Jugendlichen bei der Berufsorientierung hilft. Sendungen für Kunden zusammenzustellen, Touren zu planen, die Auslastung von Fahrzeugen zu optimieren, Krisenmanagement zu betreiben, wenn Unvorhergesehenes  passiert. „Die Anforderungen sind vielseitig und man braucht Organisationsvermögen“, erläutert Späth.

Anspruchsvolle Aufgaben

Bei den Gesprächen mit Jugendlichen höre er oft, dass sich diese Abwechslung und Action im Arbeitsalltag wünschen. Das biete der Beruf des Speditionskaufmannes auf alle Fälle. Allerdings sei dieser bei Jugendlichen gar nicht so bekannt. „Manchmal haben die jungen Leute auch schlicht die falsche Vorstellung von Berufen im Kopf.“ Das trifft nach seinen Worten auch auf den zweijährigen Ausbildungsberuf des Fachlageristen und der Fachkraft für Lagerlogistik (3 Jahre) zu. Im Zeitalter der digitalisierten Warenwirtschaftssysteme und der vernetzten Warenströme sei diese Aufgabe viel anspruchsvoller als früher. Mehr als die Hälfte der aktuellen Azubis verfügt über die Mittlere Reife. „Die Jobs sind anspruchsvoll. Da muss man anpacken, im Team arbeiten und hat Kontakt zu Lieferanten und Kunden.“

Doch nicht nur die Tätigkeiten bieten Abwechslung, sondern auch die Firmen in der Region. „Kein Unternehmen gleicht dem anderen. Es liegen Welten zwischen den verschiedenen Anforderungen der Betriebe. Da gibt es Stahl-, Kühl- oder  Drogerielager oder Fahrzeug-Zulieferer, die ihre Kunden nach Eingang der elektronischen Bestellung die richtigen Teile zur richtigen Zeit in der richtigen Reihenfolge ans Montageband liefern“, sagt Späth.

Auch etwas anderes gerät leicht in Vergessenheit. „Logistiker bieten auch Karriereperspektiven für Fachkräfte  anderer Berufe“, sagt Ingrid Eibner, die Geschäftsführerin des Logistik Clusters Schwaben. Denn  Logistik ist eine Querschnittsfunktion, die in allen Wirtschaftsbereichen vorkommt. Daher werden Logistiker  in allen Branchen gesucht. Das kann Vanessa Rössel bestätigen. Die 22-Jährige managt   mittlerweile als Disponentin die Fertigung von Austauschmotoren in einem  Industriebetrieb. Auch das ist Logistik.

Logistikfirmen bieten eine Vielzahl von Ausbildungen. Vom Mechatroniker über den Fachinformatiker bis hin zum Kaufmann/-frau für Büromanagement. Zudem gibt es Berufe, die einen logistischen Schwerpunkt haben. Dazu gehören: Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung, Fachkraft für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer und Fachlagerist/in. Lehrstellen für diese vier Berufe bieten aber auch Unternehmen außerhalb der Logistikbranche an, beispielsweise Industriebetriebe. In der Logistikbranche gibt es laut Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg ein Gehalt für alle Ausbildungsberufe. Die beträgt vom 1. September an: im ersten Lehrjahr 895 Euro, im zweiten 945 Euro, im dritten 985 Euro. Die Ausbildungsvergütung richten sich aber nach der Branche des Betriebs.

Weitere Infos gibt IHK-Ausbildungsexperte Fabian Späth,
Telefon 0731/173-166.

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