Wenn die Miete steigt

Mieter müssen energetische Sanierungen in Wohnungen oder Mietshäusern grundsätzlich dulden, auch ein Teil der Kosten darf auf sie umgelegt werden.

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Neue Fenster, Wärmedämmung und andere Bauarbeiten gelten als "Wohnwertverbesserung", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin. Der Vermieter dürfe nach Abschluss der Bauarbeiten elf Prozent der Kosten pro Wohnung und Jahr auf den Mieter umschlagen. Auch der Einbau eines Fahrstuhls in ein Mehrparteienhaus oder der Anbau eines Balkons erhöhen laut Ropertz den Wohnwert.

Gesetzlich definierte Grenzen, ab wann eine Sanierung Luxus und damit unverhältnismäßig sei, gebe es nicht und damit auch keine Richtlinien, ab wann ein Mieter Einspruch gegen die Sanierungeinlegen könne. In Einzelfällen kann man aber unzumutbare Härte anführen. Dazu zählt, wenn die Bauarbeiten selbst nicht zumutbar sind. "Wenn der Vermieter im Winter eine neue Heizungsanlage einbauen will und die Mieter zwei Wochen ohne Heizung auskommen müssen", nennt Ropertz ein Beispiel.

Auch wenn der Mieter die Kosten nach der Mieterhöhung nicht mehr aufbringen kann, dürfe er Einspruch erheben. Im Zweifel entscheidet das Gericht, ob die Bedürfnisse des Mieters oder des Vermieters höher zu gewichten seien.

Deshalb sollte sich ein Interessent vor Abschluss eines Mietvertrages den Energieausweis des Objekts zeigen lassen. "Ein hoher Energieverbrauch spricht dafür, dass in nächster Zeit Sanierungen anstehen werden", so Ropertz.

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