Fenster auf: Dem Schimmel keine Chance

Schimmelbefall verunstaltet nicht nur den Wohnraum, er ist auch eine gesundheitliche Gefahr für Bewohner. Mieter sind laut BGH-Urteil verpflichtet, die Wohnung ordnungsgemäß zu heizen und zu lüften, um sie vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen.

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Schimmelbefall ist ein Albtraum: Der Pilz verunstaltet nicht nur den Wohnraum, er ist auch eine gesundheitliche Gefahr für Bewohner. Mieter sind laut einem Urteil des Bundesgerichthofes (BGH) verpflichtet, die Wohnung ordnungsgemäß zu heizen und zu lüften, um sie vor Feuchtigkeitsschäden wie Schimmel zu schützen. Tipps von vermietsicher.de, dem Portal für Vermieter.

Lüften heißt nicht nur verbrauchte Luft austauschen, sondern auch Feuchtigkeit abführen. Also: Nicht nur oft genutzte Räume wie Wohnzimmer oder Küche regelmäßig lüften - auch in wenig genutzten Zimmern möglichst vier Mal am Tag die Fenster zum Lüften öffnen.

Stoßlüften statt Kippen: Fenster sollten zum Lüften stets komplett geöffnet werden - je größer die Temperaturdifferenz, desto besser. Fünf bis zehn Minuten Querlüften reichen, längeres Lüften oder gar ständiges Ankippen der Fenster führt nur zum Auskühlen der Wände.

Größere Wasserdampfmengen, wie sie beim Baden, Duschen oder Kochen entstehen, sollten sofort gezielt weggelüftet werden: Die Fenster der jeweiligen Räume öffnen, die Türen jedoch schließen, damit sich der Wasserdampf nicht in der Wohnung ausbreiten kann.

Damit Luft zirkulieren kann, Möbel niemals direkt an der Wand stehen. Stattdessen: Sie um etwa 5cm abrücken. Dies gilt auch für Bilder. Sie sind mit Korkscheiben ganz einfach von der Wand abzuheben.

Warme Luft nimmt Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm. Also: Auch wenig genutzte Räume wie Schlafzimmer oder Abstellkammer auf jeden Fall mitbeheizen, so dass die Raumtemperatur überall niemals weniger als 19° Celsius beträgt. Die Luftfeuchtigkeit kann per Hydrometer gemessen werden - zwischen 40 und 60 Prozent sind ideal.

Wer Zimmer unterschiedlich beheizt, sollte Verbindungstüren dazwischen geschlossen halten. Sonst besteht die Gefahr, dass sich wärmere Luft aus stärker geheizten Räumen an den Wänden weniger warmer Zimmer niederschlägt und den Nährboden für Schimmel schafft.

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