S-Klasse: Wellness auf Rädern

Die Luxuslimousine wartet auch in der neuen Version mit jeder Menge innovativen Annehmlichkeiten auf.

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Die S-Klasse von Mercedes verkauft sich – man verzeihe den profanen Vergleich – wie geschnitten Brot. Gerade die massive Nachfrage aus boomenden Märkten wie China hat dem Stuttgarter Flaggschiff auch 2016 wieder den Titel der meistverkauften Luxuslimousine weltweit eingebracht. Jetzt rollt pünktlich zur Halbzeit der aktuellen Generation die vor allem technisch massiv überarbeitete S-Klasse zu den Händlern. Die Preise: ab krummen 88 446,75 Euro.

 Nur von einem Facelift zu sprechen, das hält Mercedes-Entwicklungschef Ola Källenius für absolut untertrieben. Er spricht von einem komplett neuen Modell mit rund 6500 neuen Teilen. So mutiert die große Limousine durch die Verknüpfung bereits vorhandener Features zum rollenden Wellnesstempel mit diversen Programmen von entspannend bis aktivierend. Dabei spielen die Beduftung, die Ambiente-Beleuchtung, die automatische Musikauswahl oder das Massage- und Klimaprogramm der Sitze für Fahrer und Beifahrer zusammen. „Vom Relaxen bis zum doppelten Espresso“ reicht laut Källenius die Wirkung. Beim ersten Ausprobieren machte das System bis auf die vorgegebene, eher nervige Musikauswahl einen guten Eindruck.

 „Energizing Comfort“ heißt das Ganze, und das ist wirklich nett zu haben, aber nicht entscheidend für den „Blick in die Zukunft“, den die neue S-Klasse laut Källenius darstellt. Viel wichtiger sind die unter dem Begriff „Intelligent Drive“ zusammengefassten neuen Funktionen. Als perfekter Assistent soll die S-Klasse dem Fahrer das Leben leichter machen, gegenüber der beim Thema automatisiertes Fahren bisher führenden E-Klasse sei ein „Riesenschritt“ getan worden. Dafür sorgt ein ganzes Bündel von modular aufgebauten Assistenzsystemen. Immer installiert sind etwa der aktive Brems-Assistent, der Seitenwind-Assistent, der Aufmerksamkeits-Wächter, der Verkehrszeichen-Assistent, das Insassenschutzsystem Pre-Safe und das neue Pre-Safe Sound. Damit wird das menschliche Gehör bei Kollisionsgefahr auf das zu erwartende Unfallgeräusch vorbereitet.

 Der Abstands-Assistent Distronic und der Lenk-Assistent lassen es wie bei der E-Klasse zu, dass der Fahrer auch mal zwischendrin die Hände vom Lenkrad nimmt. Sie unterstützen beim Abstandhalten und Lenken und passen das Tempo vor Kurven oder Kreuzungen automatisch an - im Fahrprogramm „Comfort“ deutlich zurückhaltender als in „Sport“. Der aktive Spurwechsel-Assistent „merkt“ sich jetzt nach einem kurzen Tipp auf den Blinkerhebel den Überholwunsch des Fahrers für bis zu zehn Sekunden, bei der E-Klasse muss der Hebel noch deutlich länger gedrückt werden. Das System aus Kameras und Radar hilft auch beim automatischen Einparken in allen vorstellbaren Varianten, wenn es sehr eng zugeht, kann die S-Klasse auch per Steuerung über die Smartphone-App auf den Abstellplatz bugsiert werden.

Dank jetzt bis 180 km/h vorausschauend auf den Straßenbelag reagierendem Fahrwerk und der neu installierten Kurvenneigefunktion sind die Passagiere in der S-Klasse noch komfortabler unterwegs. Und dank der optionalen Multibeam LED-Scheinwerfer mit sogenanntem „Ultra Range“-Fernlicht sehen sie auch nachts noch besser. Dass die jeweils in Kurz- und Langversion lieferbare S-Klasse mit feinsten Materialien aufwartet, mit phänomenalen Soundanlagen und maximalem Klimakomfort, ist eigentlich selbstverständlich.

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