Der Kia Niro: Hybrid-Antrieb, aber kein Sprintwunder

Beim Niro setzen die Asiaten auf einen Hybrid-Antrieb: Sparsam, vernünftig, aber logischerweise kein Sprintwunder.

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Feine Linie, doppeltes Herz eingepflanzt: Der Kia Niro mit Hybrid-Antrieb.  Foto: 

Zahlen, die für sich sprechen: Kia, gegründet 1944, ist der älteste Fahrzeughersteller Koreas und aktuell der neuntgrößte Automobilhersteller weltweit. Im vergangenen Jahr produzierte das Unternehmen, das seit fast zwei Jahrzehnten zur Hyundai Motor Group gehört, über drei Millionen Fahrzeuge und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von mehr als 45 Milliarden US-Dollar. In Deutschland erzielte Kia 2016 einen neuen Absatzrekord: 60.522 Einheiten wurden verkauft.

Mit dem Rückenwind dieser Fakten wagte sich Kia auf ein neues Terrain: Mit dem Niro stellten die Asiaten ein Fahrzeug auf eine eigens entwickelte SUV-Plattform, die speziell auf den Hybridantrieb zugeschnitten ist. Die Nähe zu Hyundai ist hier offensichtlich, denn auch im Konzern-Schwestermodell, dem Ioniq, steckt dieselbe Antriebsform.

Der 1,6-Liter-Vierzylinder-GDI mit seinen 105 PS wurde angereichert mit einem 32 kW-Elektromotor, was eine Systemleistung von 141 PS ergibt. Mit dem Niro schließt Kia auch die hausinterne Lücke zwischen dem Cee’d und dem Erfolgsmodell Sportage. Was der Kunde allerdings wissen muss: Ein Hochleistungssportler auf deutschen Autobahnen ist der Niro nicht. Zum einen, weil die Tacho-Nadel schon bei 162 Sachen schlussendlich anschlägt, zum anderen, weil ab etwa 120 km/h nicht mehr arg viel an Schub nachkommt.

Die Stärken hat der 4,36 lange Hybrid-SUV eindeutig in der Stadt und auch bei gemütlichen Überlandfahrten. Die 33 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie wurde unter der Rücksitzbank eingebaut, allemal eine platzsparende Idee. Den Normverbrauch gibt Kia mit 3,8 Liter an. Im gemütlichen Test lag der Wert mitunter einen Liter darüber, maximal bei 5,4 Liter. Vernunft hat hier Vorfahrt.

Die Preisgestaltung wirkt fair. Der Einstieg liegt bei 24.990 Euro. Wer noch für die „Vision“-Version 2800 Euro drauf legt, der hat ein gutes Paket beieinander. Nicht unwichtig für SUV-Freunde: Die abnehmbare Anhängerkupplung kostet nochmals 690 Euro extra.

 Um gegen direkte Gegner wie Audi A3e-tron, BMW i3 oder auch VW Golf GTE gerüstet zu sein, bietet Kia beim Niro wie seit mittlerweile sieben Jahren üblich eine verlockende Sieben-Jahresgarantie an. Wird das Fahrzeug vor Ablauf der Garantie weiterverkauft, so geht diese an den neuen Besitzer über.

Motorisierung Vierzylinder, Hubraum 1580 ccm, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, 105-PS-Benziner plus 32 kW-Elektromotor, kombiniertes Drehmoment 265 Nm.

Karosserie Länge 4,36 m, Breite 1,81 m, Höhe 1,55 m, Gepäckraum 427 Liter, bei umgelegter Rückbank 1425 Liter, Leergewicht 1500 kg, Zuladung 430 kg, Anhängelast 1700 kg,  fünf Sitze, Tank 45 Liter.

Leistungsdaten Von null auf 100 km/h in 11,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 162 km/h, Verbrauch 3,8 Liter Super (laut Hersteller), 5,4 Liter im Test, CO2-Wert laut Hersteller 88 g/km.

Preisgestaltung ab 24 990 Euro; empfehlenswerte Ausstattungsvariante „Vision“ u.a. mit Navi, Rückfahrkamera und Parksensoren (hinten) plus 2800 Euro.

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