W;-Serie England: Trauma Elfmeterschießen

Die englische Premier League genießt internationale Beachtung . Mit dem aktuellen Meister Manchester City, dem FC Liverpool, FC Chelsea, FC Arsenal und Manchester United hat sie eine "Big Five" an Vereinen, deren Renommee weltweit ausstrahlt.

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    Brasilien ist die letzte WM-Chance für Wayne Rooney. Foto: dpa
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Die englische Premier League genießt internationale Beachtung . Mit dem aktuellen Meister Manchester City, dem FC Liverpool, FC Chelsea, FC Arsenal und Manchester United hat sie eine "Big Five" an Vereinen, deren Renommee weltweit ausstrahlt. Mit dem Nationalteam hingegen ist weniger Staat zu machen. Seit 1966, dem Spiel mit dem legendären Wembley-Tor im Finale gegen Deutschland, warten die "Three Lions" (drei Löwen) auf einen WM-Titel. Ob diese lange Negativserie ausgerechnet in Brasilien endet, ist sehr fraglich. Denn schon die Vorrundengruppe D hat es in sich, treffen hier doch drei Ex-Weltmeister aufeinander: Außer England sind dies Italien und Uruguay. Krasser Außenseiter ist Costa Rica. Gut möglich, dass Teammanager Roy Hodgson und seine Jungs bereits nach der Vorrunde ihre Koffer packen müssen.

Mitentscheidend für die Erfolglosigkeit ist die krasse Elfmeterschwäche. Diverse Dramen haben sich bereits abgespielt. Bei den Welt- und Europameisterschaften 1990, 1996, 1998, 2004, 2006 und 2012 schied England jeweils im Elfmeterschießen aus. Bei 35 Versuchen trafen englische Schützen lediglich 23 Mal. Kein Wunder, dass sich Sportpsychologen den Kopf zerbrechen, wie diese "englische Krankheit" kuriert werden kann.

Überhaupt scheint die Psychologie eine wichtige Rolle zu spielen - selbst bei einem kernigen Typen wie Wayne Rooney. Für den Star des Teams ist Brasilien die dritte Weltmeisterschaft. Auf seinen ersten WM-Treffer wartet er freilich noch immer. Bei der WM 2006 verabschiedete er sich im Viertelfinale gegen Portugal mit einer Roten Karte wegen einer Tätlichkeit. Zur WM 2010 reiste er als Englands Spieler des Jahres an, traf aber in den drei Vorrundenspielen nicht und scheiterte im Achtelfinale an Deutschland.

"Dieses Mal kann es keine Ausreden geben", sagt der Profi von Manchester United. Er weiß aber auch, dass dies seine letzte Chance ist, entscheidende Akzente zu setzen. In vier Jahren wird der dann 32-Jährige, der von seiner Physis lebt, nur schwerlich noch einmal angreifen können.

Dieses Mal versucht es Roy Hodgson mit einer Mischung aus Routiniers wie Frank Lampard (33) und einigen jungen Spielern. Vermissen wird der Teammanager Flügelflitzer Theo Walcott, der wegen eines Kreuzbandrisses nicht dabei sein kann. Nicht nominiert wurde Ashley Cole, der daraufhin seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärte.

Schon beim ersten Gruppenspiel gegen Italien werden die Weichen gestellt. Die Begegnung am 15. Juni in Manaus findet bei hohen Temperaturen und einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent statt. Ursprünglich war eine Anstoßzeit um 21 Uhr Ortszeit geplant. Doch weil dies umgerechnet auf die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) 3 Uhr in der Nacht bedeutet hätte, legten die europäischen TV-Sender ihr Veto ein. Jetzt müssen Rooney und Co um 18 Uhr Ortszeit (Mitternacht MESZ) ran. Und werden vermutlich schon nach dem Auftaktspiel stehend K.o. sein - ganz ohne Elfmeterschießen.

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