WM-SAFARI: Romarios Versprechen

Die heutige WM-Safari führt, da das Turnierende in Sicht ist, ausnahmsweise etwas weiter weg. Genau gesagt nach Brasilien, denn dort findet in vier Jahren die nächste Endrunde statt.

Und es sei jetzt schon prophezeit, dass sich vieles von dem, was vor der Weltmeisterschaft über das Land am Kap berichtet wurde, wiederholen wird. Der Präsident des brasilianischen Fußballverbandes, Ricardo Teixeira, hat gestern in Johannesburg unumwunden zugegeben, dass es noch jede Menge Baustellen gibt. Beziehungsweise: Gäbe es die, wäre ihm vermutlich wohler. Aber einige angedachte Stadionneubauten sind noch nicht einmal in der Planung. In Sao Paulo gibt es derzeit nicht einmal eine angedachte Spielstätte, obwohl die Millionen-Stadt einen Schwerpunkt während der WM bilden soll.

Der Brasilianer Carlos Alberto Parreira, der zurückgetretene Coach der Südafrikaner, empfahl seinen Landsleuten, sich vom aktuellen WM-Gastgeber einige Ratschläge und Tipps zu holen. In punkto Sicherheit, auch ein Dauerthema bei den Südamerikanern, findet das gerade statt. Eine Kommission aus Brasilien ist in Südafrika, um zu lernen. Und das Soccer-City-Stadion in Johannesburg sei schließlich auch in nur drei Jahren aus dem Boden gestampft worden. Was die Südafrikaner können, das können die Brasilianer schon lange.

Übrigens grundsätzlich auch besser Fußballspielen. Einer aus der Glanzzeit ist auch gerade in Südafrika und macht Werbung für den nächsten Gastgeber. Nein, Pele ist es nicht. Der sei verhindert, sagte der Verbandsboss. Aber Romario war da. Der wurde 1994 Weltmeister mit Brasilien und Weltfußballer. Der 44-Jährige trägt mittlerweile ständig eine Krawatte, was sich bis zur WM auch nicht mehr ändern wird. Und er verspricht jetzt schon: "Die WM in Brasilien wird die schönste, die es je gab." Na dann, bis in vier Jahren. T. GOTTHARDT


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09.07.2010

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