Liebesgrüße an die Fans in der Heimat

Pretoria/Durban.  Ein Schritt fehlt noch zum WM-Finale, ein weiterer zum Titel. Um ihn zu erreichen, ist gegen Europameister Spanien eine EM-Revanche nötig.

. Ein Sieg heute (20.30 Uhr/live in der ARD) noch gegen Spanien, und Deutschland steht im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Mehr noch. Ein findiger DFB-Historiker hat herausgefunden, dass die Nationalelf nach einem Erfolg gegen Spanien noch nie das darauf folgende WM-Spiel verloren hat. So gesehen könnte sich die Titelfrage also heute schon entscheiden.

Viele Fußballer sind abergläubisch, aber auf einen solchen Hokuspokus will sich dann doch keiner verlassen. "Mich interessiert nicht, was so alles geschrieben wird. Mich interessiert nur, wie man Spanien bezwingt", sagt Bastian Schweinsteiger. Und schickt gleich noch eine Kampfansage an sich selbst und seine Mannschaftskollegen hinterher: "Ich will nicht nach Berlin fahren, ohne was in der Hand zu haben."

Die Stimmung aus Deutschland bekommen die Spieler aus dem Fernsehen mit und durch spezielle Video-Sequenzen, die ihnen im Quartier vorgespielt werden. "Auch wenn ihr fast 10 000 Kilometer entfernt seid: Eure Unterstützung trägt hier jeden einzelnen von uns. Eure Begeisterung gibt uns einen zusätzlichen Kick", ließen die Spieler an die Heimat ausrichten.

Bis auf den Gelb-gesperrten Thomas Müller stehen Bundestrainer Joachim Löw heute alle Spieler zur Verfügung. Die Elf, die im Viertelfinale Argentinien 4:0 geschlagen hat, wird nur auf dieser einen Position umgebaut. Piotr Trochowski wird vermutlich die Aufgabe bekommen, diesmal den Müller zu machen. Alle anderen zuletzt nicht berücksichtigten Akteure müssen erneut auf eine Einwechslung hoffen. Auch der Deutsch-Spanier Mario Gomez, an dem diese WM - wie vor zwei Jahren auch die Europameisterschaft - völlig vorbei läuft.

Das EM-Finale in Wien hatte Deutschland vor zwei Jahren durch ein Tor des derzeit kriselnden Angreifers Fernando Torres 0:1 verloren. Löw war vom Gegner so beeindruckt, dass er das spanische Vorbild als Modell nahm für seine Kulturrevolution. "Meine Mannschaft ist dynamisch, lernwillig und hoch diszipliniert", sagt Löw vor der EM-Revanche gegen die Iberer.


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Autor: GEROLD KNEHR | 07.07.2010

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