Diego Forlan trotzig: Am Samstag erst recht!

Kapstadt.  Diego Forlan war nahe dran an den Tränen. Trotz der HalbfinalNiederlage gegen die Niederlande ist die WM für den 31-Jährigen glänzend verlaufen.

"Der Hauptunterschied war der Moment, als die Niederländer die Tore geschossen haben. Sie erzielten ihr zweites Tor, als wir unsere stärkste Phase hatten." Alvaro Pereira, Mittelfeldspieler aus Uruguay, analysierte sachlich die 2:3-Niederlage im Halbfinale gegen die Niederlande.

Es war kein packendes Duell, es war keine Begegnung, die einen festen Platz in der WM-Geschichtsschreibung einnehmen wird. Es waren 90 Minuten, in denen die Holländer durch Sneijder ein wichtiges Tor zum 2:1 in der 70. Minute und drei Minuten später durch Robben eben das entscheidende 3:1 erzielt hatten. Der Anschluss durch Maxi Pereira (90.+2) half den Südamerikanern nicht mehr wirklich, sie spielen immerhin um den dritten Rang am Samstag gegen Deutschland.

Ganz bitter war das Ausscheiden indes für Diego Forlan. "Wir waren so nah am Finale dran. Es ist furchtbar schade, diese einzigartige Chance vergeben zu haben", meinte der 31-Jährige von Atletico Madrid, der sich mit seinen Toren erneut ins Rampenlicht geschossen hat, aber gerade in dem wichtigsten Spiel auf seinen kongenialen Partner Luis Suarez (Rotsperre) verzichten musste. Das machte sich bei den wenig durchschlagenden Angriffsbemühungen bemerkbar.

"Ich möchte nicht so von der WM-Bühne abtreten. Ich denke, dass ich bis zum Samstag fit bin und mitspielen kann", sagte Forlan, der gegen die Elftal seinen vierten Turniertreffer erzielt hatte, obwohl er seit Tagen an einer Muskelverletzung laboriert. "Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Leider war ich nicht topfit. Ich habe immer die Müdigkeit in den Beinen gespürt. Vielleicht wäre es anders ausgegangen, wenn ich in Bestform gewesen wäre", sagte der 31-Jährige.


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Autor: THOMAS GOTTHARDT UND DPA | 08.07.2010

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