Nach 4:1: Argentinien mit einem Bein im Achtelfinale
Johannesburg. Mit einem Dreierpack hat Gonzalo Higuain Argentiniens Torfabrik richtig angeworfen und für die „Gauchos“ trotz eines tölpelhaften Patzers von Martin Demichelis das Tor zum Achtelfinale weit aufgestoßen.
Nach der Offensiv-Gala beim souveränen 4:1 (2:1) gegen Südkorea kann Argentinien für die K.o.-Runde bei der Fußball-Weltmeisterschaft planen. Das Team von Trainer Diego Maradona überzeugte vor 82 174 Zuschauern im Soccer City-Stadium von Johannesburg mit einer glänzend aufgelegten Abteilung Attacke, offenbarte jedoch auch Schwächen in der Abwehr.
Ein Eigentor von Park Chu-Yong in der 16. Minute sowie ein Dreierpack von Higuain (33./76./80.) bescherten dem Titelanwärter am Donnerstag den zweiten Sieg im zweiten Vorrundenspiel. Lee Chung-Yong (45.+1) erzielte nach einem kapitalen Bock von Bayern-Verteidiger Demichelis das Ehrentor für Südkorea.
Im Duell der beiden Auftaktsieger übernahm der Favorit von Beginn an das Kommando auf dem Rasen. Die Asiaten suchten ihr Heil in der Defensive und formierten in der eigenen Hälfte mit allen Feldspielern ein Abwehrbollwerk, an dem sich die Argentinier zunächst die Zähne ausbissen.
Die Führung resultierte daher fast zwangsläufig aus einer Standardsituation. Messi schlug einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum, wo der Ball dem verdutzten Park gegen das Schienbein und von dort ins Netz prallte. Der Gegentreffer lockte die Südkoreaner etwas aus der Reserve, die harmlosen Offensivbemühungen endeten aber zumeist am Strafraum der „Gauchos“.
Auch der Ausfall von Innenverteidiger Walter Samuel, der seinen Platz nach 23 Minuten wegen einer Oberschenkelverletzung für Nicolas Burdisso räumen musste, brachte die Weiß-Blauen nicht in Verlegenheit. Die Maradona-Elf kontrollierte Ball und Gegner nach Belieben, ohne sich dabei zu verausgaben. Nachdem Carlos Tevez (29.) mit einem Freistoß knapp das Tor verfehlte hatte, nutzte Higuain die nächste Chance. Nach einem kapitalen Stellungsfehler der südkoreanischen Abwehr köpfte der Stürmer von Real Madrid unbedrängt aus Nahdistanz zum 2:0 ein.
Kurz vor der Pause hatte dann auch Weltfußballer Lionel Messi seinen ersten großen Auftritt. Nach einem tollen Solo verfehlte der Superstar vom FC Barcelona mit einem gefühlvollen Heber knapp sein erstes WM-Tor. Bis zu dieser Szene war der 22 Jahre alte Fußball-Floh, der nach dem Fehlen von Juan Sebastian Verón im zentralen Mittelfeld agierte, kaum zur Entfaltung gekommen.
Ein Blackout von Demichelis ermöglichte den völlig überforderten Südkoreaner Sekunden vor der Halbzeit den Anschluss. Der Bayern-Abwehrspieler vertändelte am eigenen Strafraum den Ball, England-Legionär Lee von den Bolton Wanderers nahm das Geschenk dankbar an.
Argentinien antwortete nach Wiederbeginn mit wütenden Attacken. Higuain (52.) und Tevez (54.) hätten den alten Abstand wiederherstellen können, scheiterten aber am glänzend reagierenden Jung Sung-Ryong. Auf der Gegenseite sorgte die erneut nicht sattelfeste Abwehr des zweimaligen Weltmeisters für eine weitere Schrecksekunde, als sie Yeom Ki-Hun entwischen ließ, der Offensivmann von den Suwon Bluewings das Ziel jedoch knapp verfehlte.
Danach war der WM-Vierte von 2002 mit seinem Latein jedoch am Ende. Higuain staubte nach einem Pfostenschuss von Messi zum 3:1 ab und setzte sich wenig später mit seinem dritten Treffer an die Spitze der WM-Torjägerliste. (dpa)
Ein Eigentor von Park Chu-Yong in der 16. Minute sowie ein Dreierpack von Higuain (33./76./80.) bescherten dem Titelanwärter am Donnerstag den zweiten Sieg im zweiten Vorrundenspiel. Lee Chung-Yong (45.+1) erzielte nach einem kapitalen Bock von Bayern-Verteidiger Demichelis das Ehrentor für Südkorea.
Im Duell der beiden Auftaktsieger übernahm der Favorit von Beginn an das Kommando auf dem Rasen. Die Asiaten suchten ihr Heil in der Defensive und formierten in der eigenen Hälfte mit allen Feldspielern ein Abwehrbollwerk, an dem sich die Argentinier zunächst die Zähne ausbissen.
Die Führung resultierte daher fast zwangsläufig aus einer Standardsituation. Messi schlug einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum, wo der Ball dem verdutzten Park gegen das Schienbein und von dort ins Netz prallte. Der Gegentreffer lockte die Südkoreaner etwas aus der Reserve, die harmlosen Offensivbemühungen endeten aber zumeist am Strafraum der „Gauchos“.
Auch der Ausfall von Innenverteidiger Walter Samuel, der seinen Platz nach 23 Minuten wegen einer Oberschenkelverletzung für Nicolas Burdisso räumen musste, brachte die Weiß-Blauen nicht in Verlegenheit. Die Maradona-Elf kontrollierte Ball und Gegner nach Belieben, ohne sich dabei zu verausgaben. Nachdem Carlos Tevez (29.) mit einem Freistoß knapp das Tor verfehlte hatte, nutzte Higuain die nächste Chance. Nach einem kapitalen Stellungsfehler der südkoreanischen Abwehr köpfte der Stürmer von Real Madrid unbedrängt aus Nahdistanz zum 2:0 ein.
Kurz vor der Pause hatte dann auch Weltfußballer Lionel Messi seinen ersten großen Auftritt. Nach einem tollen Solo verfehlte der Superstar vom FC Barcelona mit einem gefühlvollen Heber knapp sein erstes WM-Tor. Bis zu dieser Szene war der 22 Jahre alte Fußball-Floh, der nach dem Fehlen von Juan Sebastian Verón im zentralen Mittelfeld agierte, kaum zur Entfaltung gekommen.
Ein Blackout von Demichelis ermöglichte den völlig überforderten Südkoreaner Sekunden vor der Halbzeit den Anschluss. Der Bayern-Abwehrspieler vertändelte am eigenen Strafraum den Ball, England-Legionär Lee von den Bolton Wanderers nahm das Geschenk dankbar an.
Argentinien antwortete nach Wiederbeginn mit wütenden Attacken. Higuain (52.) und Tevez (54.) hätten den alten Abstand wiederherstellen können, scheiterten aber am glänzend reagierenden Jung Sung-Ryong. Auf der Gegenseite sorgte die erneut nicht sattelfeste Abwehr des zweimaligen Weltmeisters für eine weitere Schrecksekunde, als sie Yeom Ki-Hun entwischen ließ, der Offensivmann von den Suwon Bluewings das Ziel jedoch knapp verfehlte.
Danach war der WM-Vierte von 2002 mit seinem Latein jedoch am Ende. Higuain staubte nach einem Pfostenschuss von Messi zum 3:1 ab und setzte sich wenig später mit seinem dritten Treffer an die Spitze der WM-Torjägerliste. (dpa)
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17.06.2010
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