Randale und Festnahmen in beiden Finalländern

Barcelona/Amsterdam.  Festnahmen und Verletzte in Spanien und in den Niederlanden: Die Polizei hatte in beiden WM-Finalländern in der Nacht zum Montag gut zu tun.

In Spanien, besonders in Katalonien und im Baskenland kamen etwa zwei Dutzend Fans, die beim Feiern über die Stränge geschlagen hatten, vorübergehend in Haft. Allein in Barcelona wurden 74 Menschen verletzt, darunter zwölf Polizisten. In den Niederlanden sind nach dem 0:1 im WM-Endspiel Fußball-Partys in einigen Städten in Krawalle und Schlägereien ausgeartet. Dutzende Randalierer wurden vorübergehend festgenommen.

Insgesamt sei die Nacht zum Montag aber trotz weit verbreiteter Enttäuschung der Fans «weitgehend problemlos verlaufen», sagte ein Polizeisprecher. In Den Haag gingen Polizisten im Stadtzentrum gegen rund 200 Randalierer vor. 40 wurden kurzzeitig festgenommen. Einige Dutzend Festnahmen gab es auch in anderen Städten, darunter in Den Bosch, Maastricht und Venlo. Die Lage habe sich jedoch rasch wieder beruhigt.

Am Rande der Feierlichkeiten zum WM-Sieg Spaniens ist es vor allem in Katalonien und im Baskenland zu Ausschreitungen gekommen. In Barcelona nahm die Polizei in der Nacht 21 Randalierer fest, die Autos und Müllcontainer in Brand gesteckt hatten, wie die Behörden mitteilten. Zudem griffen die Unruhestifter 16 Streifenwagen der Polizei mit Flaschen und Steinen an.

Bei den Krawallen und den Feiern zum 1:0-Sieg Spaniens über die Niederlande wurden in Barcelona zudem 74 Menschen verletzt, darunter zwölf Polizisten. 21 der Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Rund 75 000 Menschen hatten die Partie in der Mittelmeer-Metropole an einer Riesenleinwand auf dem Plaza España verfolgt,

Im Baskenland griffen militante Separatisten mehrere Anhänger der spanischen Nationalmannschaft an. Mindestens vier von ihnen wurden verletzt, wie das baskische Innenministerium mitteilte. Drei der Täter nahm die Polizei fest.

In Bilbao ging ein Mann mit einem Holzknüppel auf zwei Fußballfans los, die eine Spanienflagge trugen. Ähnliche Zwischenfälle gab es auch in Zarauz und in der baskischen Hauptstadt Vitoria. Dort steckten Randalierer zudem Autos und Müllcontainer in Brand. In Madrid feierten 200 000 Menschen den ersten WM-Titel des Landes bis in die Nacht auf den Straßen. Es gab rund 260 Leichtverletzte, wie der Rettungsdienst mitteilte. Zu schweren Zwischenfällen kam es in der Hauptstadt nicht.


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12.07.2010