Die spanische Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Casillas: Von Heitinga fast überrumpelt. Zweimal Retter gegen Robben (61./82). Und dann der Moment seines Lebens: Empfänger des WM-Pokals. Sergio Ramos: Startete stark. Zwei gefährliche Kopfbälle (5.

/77.) und gute Flanken. Der Real-Mann war Aktivposten des spanischen Spiels.

Pique: Der vielleicht beste Verteidiger der Welt erledigte seine Aufgaben wie so oft schnörkellos und gut.

Puyol: Deutschland köpfte er aus dem Turnier. Im Endspiel fehlte manchmal der Überblick. Früh mit Gelb belastet.

Capdevilla: Konzentrierte sich auf die «Robben-Jagd» und war damit ordentlich beschäftigt. Vorne eine Riesenchance (48.)

Busquets: Der Barca-Mann war sehr nervös. Leistete sich recht viele Fehlpässe und Ballverluste. Erst gegen Ende stabiler.

Xabi Alonso: Stellte meist gut die Räume gegen Robben und Sneijder zu. Ein Kracher aus der Ferne ging klar vorbei.

Iniesta: Der Held. Zuerst nicht so effektiv wie gewohnt. Ließ sich in viele Zweikämpfe verwickeln. Und dann der Geniestreich zum Sieg.

Xavi: Viele Ballkontakte, wenig Produktivität. Der leise Dirigent konnte im Finale keine Fußball-Sinfonie komponieren.

Pedro: Der Torres-Vertreter dribbelte munter drauf los. Doch durcheinander brachte er die Holländer nicht.

Villa: Kein Goldener Schuh für ihn. Volleyschuss (12.) und Großchance aus Nahdistanz (65.) - sonst wirkungslos. In der 105. Minute raus.

Navas: Kam nach 60 Minuten für Pedro. Auch frech, aber auch ohne ganz große Durchschlagskraft. Schuss ans Außennetz (101.).

Fabregas: Kam vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. Brachte Schwung. Vergab frei stehend (95.). Vorlage zum Siegtor.

Torres: 15 Minuten-Einsatz für den traurigen «WM-Torrero». Leitete immerhin mit Flanke das Siegtor ein. Kurz vor Schluss verletzt.


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Autor: Von Arne Richter und Ulrike John, dpa | 11.07.2010