Reutlingen · Gastronomie
: Bewirtung beim Brunnen an der Marienkirche

Das Café Sommer hat seinen Betrieb neben die Marienkirche verlegt.
Von
rum
Reutlingen

Schwäbisches Tagblatt

.

Seit Montag serviert das Café Sommer Torten und Tellergerichte an Tischen unter Schirmen neben der Marienkirche. Das Café selbst ist vorübergehend in die hölzernen Lauben dort umgezogen. Denn die Räumlichkeiten in der Wilhelmstraße werden umgebaut. „Wir krempeln alles komplett um“, sagt Seniorchef Andreas Sommer, dessen Vater Heinrich den Betrieb 1930 gegründet hatte. Der letzte große Umbau war 1985. Seither ist einiges in die Jahre gekommen.

Doch in den Café-Räumlichkeiten wird sich gar nicht allzu viel ändern, sagt Sommer. „Wir wollen den Stil beibehalten.“ Größer wird vor allem die Produktionsfläche. Dort gehe es schon lange zu eng zu. Der Restaurantbetrieb habe in den vergangnen Jahren deutlich zugelegt und brauche einfach mehr Platz. Die Küche wird nach dem Umbau etwa drei Mal so groß, die Backstube mindestens doppelt so groß sein. Herzstück des neuen Cafés wird die Küche, die auch vom Gastraum aus einsehbar ist.

Erweitert werden die Räumlichkeiten auch in Richtung des angrenzenden, ehemaligen Bekleidungsgeschäfts. Dort wird Sommers Ladengeschäft mit Patisserie unterkommen. Und Richtung „Haus der Jugend“ entsteht eine Dachterrasse.

Um das alles zu bespielen, braucht es Personal. Im Moment beschäftigt Sommer mit Aushilfen etwa 30 Leute, davon mehrere Auszubildende. „Die meisten, die bei uns arbeiten, haben auch hier gelernt“, sagt Sommer, dessen vier Kinder ebenfalls im Betrieb arbeiten.

Künftig werden es wohl noch mehr Beschäftigte sein, weil das Café noch an anderer Stelle expandiert. Unter den Linden 47 entsteht derzeit in einem ehemaligen Versicherungsbüro eine reine Verkaufsfiliale. „Das haben wir schon länger vor“, sagt Sommer. Die Planungen liefen bereits ein Jahr. „Sommerpause“ soll es heißen. Dort werden ausschließlich Kleinigkeiten zum Mitnehmen angeboten. Hauptgrund für die Filiale ist, dass viele Kunden mit dem Auto unterwegs sind und dort eben kurz halten und auch bestellte Sachen abholen können. „Mit der Anfahrt hier in der Wilhelmstraße wird es immer schwieriger“, sagt Sommer.

Jetzt aber müssen die Sommers zunächst in einer provisorisch eingerichteten Küche arbeiten, die sonst beim Weindorf zum Einsatz kommt. Anfang Oktober wollen sie in die neuen Räumlichkeiten einziehen. Bis dahin läuft alles parallel. „Im Moment“, sagt Sommer, „ist das alles schon ziemlich sportlich.“