Altintop: DFB-Auswahl Vorbild für Integration

Berlin.  Der türkische Nationalspieler Halil Altintop hat die deutsche WM-Auswahl als Vorbild für die Integration im Land bewertet.

In einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» sagte der Frankfurter Bundesliga-Profi, er glaube, «dass sich in den nächsten Jahren in Deutschland viel mehr Deutsche mit ausländischen Wurzeln in allen gesellschaftlichen Bereichen emporarbeiten werden». Elf der 23 von Bundestrainer Joachim Löw für die Fußball-WM in Südafrika aufgebotenen Spieler haben ausländische Wurzeln.

Es sei ein «Superzeichen», dass zum Beispiel der türkischstämmige Mesut Özil zu einem Star der deutschen Mannschaft aufgestiegen sei. Altintop sagte: «Mittlerweile identifizieren sich sehr viele "Ausländer" viel mehr als früher mit der deutschen Mannschaft. Es ist sehr wichtig, dass sie das tun, weil wir in einer Gesellschaft leben, in der es nicht mehr danach gehen soll, ob jemand Türke ist oder Deutscher oder Tunesier oder Italiener.» In diesem Bereich seien der Fußball und die Nationalmannschaft vorbildlich.

Der Fußball fördere die Integration. Dies sei kein Zufall. Schon vor ein paar Jahren habe man absehen können, dass der Zeitpunkt kommen würde, von dem an nicht nur «wirklich Deutsche» für Deutschland spielen sondern auch Deutsche mit anderen Wurzeln. Er selbst habe sich nach Gefühl entschieden, für die Türkei zu spielen. «Das war der Moment, als ich gesagt habe, ich werde für das Land spielen, aus dem meine Eltern kommen.» Seine Eltern wiederum würden sich auch für Mesut Özil freuen. Es sei leichter, sich mit jemandem zu identifizieren, dessen Situation man versteht, sagte Altintop.


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