Zwanziger: WM endet für DFB mit Überschuss

Erasmia.  Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird die Weltmeisterschaft in Südafrika mit einem finanziellen Gewinn beenden. Der Erlös wird aber deutlich unter dem hohen Plus von jeweils mehr als sechs Millionen Euro bei der Heim-WM 2006 sowie der EM 2008 liegen.

«Der Etat wird mit einem Überschuss abschließen», berichtete DFB-Präsident Theo Zwanziger in Südafrika. Er konnte noch keine genaue Zahlen nennen, sondern sprach von «einer schwarzen Null».

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff setzt den WM-Gewinn mit bis zu zwei Millionen Euro an. «Die WM wird uns rund 19 Millionen Euro kosten und etwa einen Gewinn von 1,5 bis zwei Millionen Euro einbringen. Das sind alles sehr positive Fakten, die auch den Erfolg unserer Arbeit zeigen», sagte Bierhoff der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Zwanziger betonte, dass man die Nationalmannschaft auch finanziell optimal ausstatten müsste. Eine WM in Südafrika sei natürlich kostenintensiver als eine EM in Österreich und der Schweiz.

An Prämien wird der DFB rund drei Millionen Euro an die 23 Spieler und die Trainer auszahlen. Für das Erreichen des Halbfinals, das gegen Spanien mit 0:1 verloren ging, hatte der Mannschaftsrat 100 000 Euro pro Mann ausgehandelt. 250 000 Euro hätte es beim Titelgewinn gegeben, für das Erreichen des Endspiels 150 000 Euro.

Der Gewinn des DFB bei der 17. WM-Teilnahme resultiert vor allem aus den 15 Millionen Euro, die der Weltverband für den Vorstoß unter die besten vier Mannschaften der Welt ausschüttet. Der WM-Gewinn wird zwischen dem DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) aufgeteilt. Weitere Einnahmen kommen aus dem Sponsoren- und Werbepool des Teams.


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