Fach-Ski-nesisch: Eiskunstlauf-Gala

Vancouver.  Das Schaulaufen der besten Eiskunstläufer ist ebenso wie die Turn-Gala ein liebenswerter Anachronismus bei den Olympischen Spiele.

Als IOC-Präsident Jacques Rogge neu im Amt war, wollte er die Schau der Medaillengewinner aus dem Programm verbannen, weil sie nichts mit den Wettkämpfen der Athleten zu tun hat. Sein Vorgänger Juan Antonio Samaranch hatte das bei Zuschauern beliebte Highlight der Kufenkünstler in das Programm aufgenommen, 1996 durften bei den Sommerspielen in Atlanta erstmals die Turner ohne Wettkampfdruck glänzen.

Die Eislauf-Gala, die zu den bestbesuchten Olympia-Veranstaltungen gehört und frühzeitig ausverkauft ist, lässt zum Ende der Spiele weltweit die Fernsehquoten in die Höhe schnellen. Die amerikanischen TV-Sender hatten sie seinerzeit in ihren Verhandlungen durchgedrückt - und sie überzeugten Rogge dann auch davon, sie im Programm zu lassen. «Das Schaulaufen ist einfach beliebt, und die TV-Sender sind ganz heiß darauf», sagt Peter Krick vom Weltverband ISU, der als Eventkoordinator in Vancouver für den reibungslosen Ablauf zuständig ist. Penibel müssen die Show-Nummern geplant sein, damit besonders die TV-Sender in Nordamerika die Werbeblöcke senden können.


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26.02.2010