Stefan Strobel erfüllt sich einen Traum

Der Egginger Stefan Strobel wird im Doppel deutscher Tischtennis-Meister der Behinderten. Im Einzel reichte es zum zweiten Platz.

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Stefan Strobel (l.) mit Partner Thorsten Schwinn.  Foto: 

Stefan Strobel ist die unbändige Freude anzumerken. Kein Wunder, ist ihm im zweiten Anlauf doch der große Wurf gelungen. Der Tischtennisspieler des SC Bach, der im Behindertensport für die TSG Söflingen startet, wurde  in Bad Kreuznach im Doppel an der Seite  von Thorsten Schwinn (BSW Walldorf) Deutscher Meister der Senioren im Tischtennis-Behindertensport. Dazu kam noch der Vizetitel im Einzel. Damit gelang dem Egginger ein lange ersehnter Coup.

Strobel und sein Partner Schwinn, ein Paralympics-Teilnehmer von 2012, starteten im Doppel in der Altersklasse 40 der Konkurrenz WK 7. Sie überstanden die Gruppenphase ungeschlagen, auch das Halbfinale war mit 3:0 eine klare Angelegenheit.

Dramatisch verlief das Endspiel. „Die ersten beiden Sätze spielten wir hoch überlegen, es klappte einfach alles, und unsere abgezockten Gegner konnten sich nicht gut auf uns einstellen. Das änderte sich aber im dritten und vierten Satz. Da spielten unsere Kontrahenten ihre Erfahrungen gnadenlos aus“, berichtet Strobel. Im Entscheidungssatz wurden bei einem 3:5-Rückstand die Seiten gewechselt. Doch Strobel und sein Partner drehten mit vollem Einsatz und starkem Willen das spannende Spiel und holten sich den deutschen Meistertitel.

Mtspieler wird zum Gegner

Im ersten Einzel  musste Strobel ausgerechnet gegen seinen Doppelpartner Schwinn  ran, der viel internationale Erfahrung besitzt und dem er sich nach einer spannenden und abwechslungsreichen Begegnung knapp  geschlagen geben musste. Die folgenden Spiele jedoch gewann der vom Ulmer Sanitätshaus  Häussler und der Erbacher Hundeschule „Residenz am Wald“ unterstützte Strobel, so dass es im letzten Spiel gegen den letztjährigen Meister Jörg Schneider (TTG Büssfeld), gegen den er noch nie gewonnen hatte, um Silber oder Bronze ging.

Strobel spielte sich in einen regelrechten Rausch und verwandelte im fünften Satz den zweiten Matchball.  „Ich war den Tränen nahe und habe erst nach der Siegerehrung realisiert, was ich geleistet und gewonnen habe“, sagt der verdiente Gewinner.

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