Wu Minxia holt zweites London-Gold - Chinas dominiert

Diese Leistung rührte Wu Minxia zu Tränen. Mit einer Wassersprung-Demonstration der Extra-Klasse gewann die 26-Jährige vom Drei-Meter-Brett und sorgte für eine Fortsetzung des chinesischen Siegeszuges.

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Wu Minxia feiert ihr zweites Olympia-Gold von London. Foto: Barbara Walton

Es war der fünfte von acht angestrebten chinesische Siegen in den olympischen Wassersprung-Konkurrenzen von London. Weltmeisterin Wu lag mit fantastischen 414,00 Punkten klar vor ihrer Teamkollegin He Zi (379,20). Dritte wurde Laura Sanchez Soto (Mexiko/362,40).

Nur Platz vier blieb der Italienerin Tania Cagnotto, deren Vater Giorgio vor 40 Jahren seine erste von vier Olympiamedaillen gewonnen hatte. Ihr fehlten nur 0,2 Punkte zu Platz drei.

Wu Minxia holte ihr zweites London-Gold nach dem Erfolg im Synchron-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett. Es war ihre sechste Olympia-Medaille insgesamt. Damit zog sie gemessen an der Medaillenanzahl mit Rekordspringerin Guo Jingjing gleich.

Die deutschen Starterinnen Nora Subschinski und Katja Dieckow waren im Halbfinale am Samstag knapp gescheitert. Mit 313,20 Punkten belegte die Berlinerin Subschinski den 14. Platz. 1,5 Zähler fehlten für den Endkampf. Bei Dieckow (Halle/Saale) standen 312,50 Punkte und ein 17. Rang zu Buche. 2,2 Punkte mehr und sie hätte es in das Finale geschafft.

"Es ärgert einen schon, wenn es so knapp ist. Ich habe ja gesagt, mit 315 kommt man ins Finale", sagte Subschinski. "Ich habe beim zweiten Sprung ein bisschen gepatzt." Für den dreieinhalbfachen Salto vorwärts, den schwierigsten Sprung ihrer Serie, bekam die Berlinerin mit 55,80 Zählern die wenigsten Punkte. "Aber insgesamt kann ich mit meiner Leistung zufrieden sein."

Subschinski darf vom Turm noch einmal ran, für Dieckow sind die Spiele vorbei. "Schade, dass es so knapp war. Dass das Finale mit 315 weggeht, ist schon selten", sagte die Springerin aus Halle/Saale.

Vom Drei-Meter-Brett der Männer hat Patrick Hausding Außenseiterchancen. Das Überstehen der Qualifikation an diesem Montag sollte für den Europameister von 2010 kein Problem sein. Der Leipziger Stephan Feck hingegen wird es schwieriger haben, das Halbfinale der besten 18 zu erreichen. Das Finale findet am Dienstagabend statt.

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