Tischtennis-Zittersieg gegen Schweden- Boll schwächelt

Der Medaillenhunger von Dimitrij Ovtcharov ist noch nicht gestillt. Einen Tag nach Bronze im Einzel zogen der Tischtennis-Profi und seine Kollegen Timo Boll und Bastian Steger nach einem schwer erkämpften 3:1-Sieg gegen Schweden ins Viertelfinale des Team-Wettbewerbs ein.

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Timo Boll sucht in London weiter nach seiner Form. Foto: Friso Gentsch

Der "Schweden-Happen" schmeckte erst nach einer zweieinhalbstündigen Zitterpartie ebenso gut wie der Burger, mit dem sich der Olympia-Dritte Ovtcharov am Vorabend für seinen couragierten Auftritt in London belohnt hatte. Alle anderen Feier-Termine sagte der Weltranglisten-Zwölfte mit Hinweis auf die neue Medaillenchance ab. "Wir greifen auch mit der Mannschaft an", kündigte Ovtcharov an.

Gegen Schweden wurde das Team um Top-Star Boll, der nach seiner Einzel-Pleite weiterhin von der Rolle ist und den Gegenpunkt abgab, auf Herz und Nieren geprüft. Als der deutsche Meister Steger bei seinem 3:0-Sieg gegen Jörgen Persson seinen zweiten Matchball verwandelte, war der Jubel bei Bundestrainer Jörg Roßkopf und den Mitspielern ähnlich groß wie nach einem Medaillengewinn.

"Der Ruhetag tut uns jetzt sehr gut", sagte Roßkopf. Bis zum Viertelfinale gegen Österreich am Sonntag gilt es vor allem, den WM-Dritten Boll aufzurichten. "Lets go, Germany", hatte der 31 Jahre alte Rekord-Europameister auf seiner Facebook-Seite gefordert. Gegen Schwedens Oldie Jörgen Persson (46) ging aber nichts beim deutschen Ausnahmespieler. Bolls 1:3-Niederlage setzte die WM-Zweiten gehörig unter Druck. Ovtcharov mit einem Fünf-Satz-Sieg, das Doppel Boll/Steger sowie Steger mit dem erlösenden letzten Sieg wahrten letztlich die Chance auf das angestrebte Traum-Halbfinale gegen China.

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