Subschinski/Steuer Sechste vom Turm - Gold an China

Trotz der klar verpassten Medaille gab es für Deutschlands Wasserspringerinnen Nora Subschinski und Christin Steuer Küsschen von den Trainern. Und auch die WM-Dritten waren bei ihrer dritten Olympia-Teilnahme mit Rang sechs im Synchronwettbewerb zufrieden.

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Christin Steuer und Nora Subschinski (l) verpassen ein Medaille. Foto: Hannibal

"Letztes Jahr bei der WM lag das Glück auf unserer Hand, dass wir den dritten Platz geholt haben", sagte Subschinski. Diesmal war die Konkurrenz, allen voran China, zu stark. Mit dem leichtesten Programm der acht Finalistinnen waren Subschinski/Steuer an den Start gegangen. "Wir wussten von vorneherein, dass es schwierig wird. Aber wir sind zufrieden mit der Leistung. Es musste zu 100 Prozent alles passen und die anderen müssen Fehler machen", antwortete Steuer auf die Frage nach dem Medaillenwunsch.

Am besten schraubten und drehten einmal mehr die Chinesinnen. Chen Ruolin und Wang Hao, beide 19 Jahre alt, siegten mit 368,40 Punkten. Silber ging mit 343,32 Zählern an das mexikanische Duo Alejandra Orozco Loza und Paola Espinosa Sanchez, Bronze mit 337,62 Punkten an Roseline Filion und Meaghan Benefeito aus Kanada. Die Sportlerinnenn aus Berlin und Riesa sammelten Aquatics Centre 312,78 Punkte.

"Die Mädels haben heute das gezeigt, was sie momentan im Trainingsprozess drauf haben. Von der Warte haben sie nicht enttäuscht", betonte Bundestrainer Lutz Buschkow. "Nora war stark gehandicapt, hatte eine starke Blockierung in der Halswirbelsäule." Angefangen hatte es mit einem Muskelkater, im Training war dann beim Eintauchen "der Hals mit weggeknickt", wie es die Athletin schilderte. Trainingspause, Behandlungen - für die Einzelstarts soll das kein Problem sein. Und auch im Synchronwettbewerb sei das "nicht das Handicap" gewesen, sagte die 24-Jährige.

Nach Rang sieben für Patrick Hausding und Sascha Klein wird die Zielvereinbarung von drei Medaillen für die deutschen Springer fast ein Ding der Unmöglichkeit. "In den zwei Einzeln haben wir noch zwei heiße Eisen im Feuer", erklärte Buschkow. Sascha Klein vom Turm, Patrick Hausding vom Drei-Meter-Brett sollen es richten. Dazu springt noch "Überraschungstüte" (Buschkow) Martin Wolfram vom Turm.

China feierte in der dritten Wassersprung-Entscheidung von London den dritten Sieg. Für Chen Ruolin war es das insgesamt dritte Olympia-Gold. Chen hatte in Peking bereits im Turm-Einzel und im Synchronwettbewerb von der 10-Meter-Plattform gewonnen, damals mit Wang Xin. Sie holte zudem alle WM-Titel im Synchronspringen vom Turm seit 2007.

Dem jungen chinesischen Duo können noch viele erfolgreiche Jahre bevorstehen, bei Steuer neigt sich die Karriere dem Ende entgegen. "Ich genieße erstmal den Urlaub und dann sehen wir mal weiter. Äußern möchte ich mich dazu noch nicht", erklärte die 29-Jährige.

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