Nur Härtel noch im Turnier - Fortschritte seit Peking

Das deutsche Quartett beim olympischen Box-Turnier ist auf einen Kämpfer zusammengeschrumpft. Nur noch der Berliner Stefan Härtel hat die Chance, in London eine Medaille zu gewinnen. Der Mittelgewichtler tritt im Viertelfinale am Montag gegen den Briten Anthony Ogogo an.

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Enrico Kolling ist als vorletzter der deutschen Boxer ausgeschieden. Foto: John G. Mabanglo

"Jetzt muss er gegen Gegner und Halle boxen. Das schwächt ihn aber nicht, sondern baut ihn auf", sagte Sportdirektor Michael Müller vom Deutschen Box-Sportverband (DBV). Samstagnacht hatte sich Enrico Kölling aus dem Turnier verabschiedet. Der Berliner unterlag dem an Nummer zwei gesetzten Algerier Abdelhafid Benchabla in einem temporeichen Gefecht knapp mit 9:12 Punkten. "Das war ein ganz enges Ding. Mir hat das Glück gefehlt, denn die letzte Runde habe ich für mich gesehen", sagte Kölling. Zum Auftakt waren bereits Weltergewichtler Patrick Wojcicki aus Wolfsburg und Superschwergewichtler Erik Pfeifer aus Lohne gescheitert.

"Bis auf Erik Pfeifer können wir zufrieden sein. Enrico Kölling war ganz dicht dran, dasselbe gilt für Patrick Wojcicki. Nur Erik Pfeifer hat die Erwartungen nicht erfüllt", urteilte Müller. Die wichtigste Erkenntnis sei aber: "Wir sind dichter an die Weltspitze herangekommen. Denn die war uns schon weggelaufen."

Vor vier Jahren in Peking hatte es einen Totalausfall gegeben, als die vier gestarteten Boxer allesamt im ersten Kampf rausflogen. Müller: "Das ist ein Riesensatz zu Peking. 2016 wollen wir mehr als vier Boxer nach Rio bringen. Wir wissen jetzt, wie wir Erfolg organisieren müssen." Beispielsweise soll der Trainingsumfang erhöht werden.

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