Badminton-Skandal: Indonesien fordert anderes Format

Nach der Disqualifikation ihres Damendoppels in London hat die indonesische Badminton-Vereinigung den Weltverband (BWF) aufgefordert, das Turnierformat bei den Olympischen Spielen zu prüfen.

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Die Indonesierinnen Greysia Polii (l) und Meiliana Jauhari wurden disqualifiziert. Foto: Bagus Indahono

"Indonesien hat immer den olympischen Geist und die olympischen Werte hochgehalten. Aber wir fordern vom BWF eine Überprüfung des Formats", sagte der Sport- und Jugendminister Andi Mallarangeng auf der Homepage des nationalen Verbandes.

Der Weltverband hatte die Indonesierinnen Greysia Polii und Meiliana Jauhari sowie sechs weitere Spitzenspielerinnen aus China und Südkorea von der Doppel-Konkurrenz ausgeschlossen und verweigerten ihnen die Teilnahme am Viertelfinale. Die Funktionäre hatten damit auf die skandalösen Manipulationsversuche in der Gruppenphase reagiert.

Anders als bei sonstigen Turnieren gibt es bei Olympia Vorrunden-Gruppen. Erst danach folgt die Ko-Runde. Diese Änderung wurde gemacht, um den olympischen Regeln zu entsprechen.

Chinas disqualifizierte Spielerin Yu Yang hat indes angekündigt, nach dem Skandal bei Olympia ihre Karriere zu beenden. "Das ist mein letzter Wettbewerb. Goodbye Badminton-Weltverband, goodbye mein geliebtes Badminton", verbreitete sie im Netz. "Wir haben nur die Regeln benutzt, um ein Match abzutreten." Man habe herzlos ihre Träume zerschmettert. "Das ist unverzeihlich."

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