Zwei Teams schaffen eine Punktlandung

Was für ein Wochenende für den Tischtennis-Bezirk. Die Männer des SC Staig sind Oberliga-Meister und steigen in die Regionalliga auf. Dort schaffen die Damen des TSV Herrlingen den Klassenerhalt.

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Dimitrij Mazunov (hi. l.) im erfolgreichen Eingangsdoppel mit Gerd Richter, der nach der Meistersaison eine schöpferische Pause einlegt.  Foto: 

Wie gekonnt Spannung erzeugt wird, hat Regisseur Alfred Hitchcock mit seinen Filmen vielfach bewiesen. Und offenbar haben die Tischtennis-Spieler des SC Staig sowie die Damen des TSV Herrlingen genau zugesehen. Sie trieben jedenfalls am Wochenende die Spannung auf die Spitze - und sorgten jeweils für ein Happy End. Der SC Staig sicherte sich im letzten Spiel mit dem 9:4 gegen den ESV Weil die Oberliga-Meisterschaft und steigt in die Regionalliga auf. Die Herrlingerinnen, die fast die gesamte Saison über in der Regionalliga auf einem Absteigerplatz lagen, retteten sich mit einem 8:4-Sieg gegen die TTG Süßen auf Platz sieben. Das reicht zum garantierten Klassenerhalt.

Hoch her ging es gestern in Staig. 250 Fans feuerten ihr Team in der Gemeindehalle an. Bereits am Samstag hätte der SC beim bisherigen Spitzenreiter TTC Wöschbach die Meisterschaft und den Regionalliga-Aufstieg unter Dach und Fach bringen können, musste sich allerdings mit 4:9 geschlagen geben. Lediglich Dimitrij Mazunov (2) und Gerd Richter konnten im Einzel punkten, dazu kam noch ein Sieg im Doppel - zu wenig.

So musste der letzte Spieltag über Wohl und Wehe der gesamten, weit über den Erwartungen verlaufenen Saison entscheiden - Nervenanspannung pur. "Unsere jüngeren Spieler waren verständlicherweise nervös", hatte Staigs Abteilungsleiter Hans Schadel beobachtet. Manuel Sabo, Thomas Huber und Louis Häußler verloren in der Mitte der Partie in Folge ihre Einzel. Allerdings haben die Staiger mit Mazunov, Richter und Thilo Merrbach ausgesprochene Routiniers in ihren Reihen. Die hatten den SC nach den Eingangsdoppeln (2:1) mit jeweiligen Einzel-Erfolgen 5:1 in Führung gebracht. Sie beunruhigte auch der auf 5:4 geschmolzene Vorsprung nicht. Dieses Trio sowie Sabo sorgten für das 9:4 gegen die nicht in Bestbesetzung angetreten Weiler.

Danach gab es kein Halten. Vater Sabo köpfte zwei Sektflaschen, der Staffelleiter überreichte den Meisterwimpel, Schadel lobte seine Spieler über den Schellenkönig und adelte den letztjährigen Zugang Merrbach zum "Kampfschwein" und "Glücksfall". Zudem kündigte er für die neue Saison zwei Verstärkungen an. Vom Südwest-Regionalligisten TV Rappenau kommt der Ukrainer Valerij Rakov, aus Frankreich der 15-jährige Irvin Bertrand, der am Ochsenhausener Master College von Mazunov ausgebildet wird.

Jubel auch beim TSV Herrlingen, wo Trainer Wolfgang Laur ganze psychologische Arbeit geleistet hatte. "Süßen hat drei eigentlich unschlagbare Spielerinnen", hatte Anja Skokanitsch beim einstimmenden Mittagessen geunkt. Laur nahm ihr und dem Team den Respekt: "Ihr schafft das." So kam es auch. Skokanitsch, die erst zur Rückrunde in die erste Mannschaft aufgerückt war, gewann beide Einzel, unter anderem das gegen die "unschlagbar" gehaltene Nummer eins aus Süßen. Sonja Rembold drehte mit zwei Erfolgen ihre Rückrundenbilanz ins Positive, die wieder erstarkte Ann-Katrin Ziegler holte ebenfalls zwei Punkte, Katrin Honold einen. Das reichte mit dem gewonnenen Doppel Skokanitsch/Honold zum 8:4 - und zum Klassenerhalt. In die neue Saison geht der TSV unverändert und voller Zuversicht. Denn offenbar rüsten einige Regionalliga-Konkurrenten personell eher ab.

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