Zwei Dreikämpfe um Olympia 2020

Richtungsweisende IOC-Session in Buenos Aires: Die ersten wichtigen Entscheidungen stehen am Wochenende an - zwei Dreikämpfe um Olympia 2020.

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Die Ringer: Bleiben sie auch bei den Spielen 2020 olympisch? Foto: Eibner

Tokio, Madrid oder Istanbul - Ringen, Squash oder Baseball/Softball: Diese Entscheidungen für Olympia 2020 sind in Buenos Aires bei der richtungsweisenden 125. IOC-Session im noblen Hilton-Hotel gleich auf der Agenda, ehe dann am Dienstag der neue IOC-Präsident gewählt wird.

Derzeit geben sich in der argentinischen Hauptstadt Wahlkämpfer und Lobbyisten die Klinke in die Hand, um die 103 IOC-Mitglieder noch in ihrer Entscheidung zu beeinflussen. Den Beginn machen morgen die Kandidatenstädte Madrid, Istanbul und Tokio, die sich kurz vor der Wahl des Austragungsortes 2020 (20.45 Uhr MESZ) jeweils 45 Minuten lang präsentieren.

Madrid sendete zuletzt ein Zeichen der Stärke an die Konkurrenz. Die Spanier präsentierten den argentinischen Fußball-Weltstar Lionel Messi, als Spieler des FC Barcelona eigentlich automatisch ein Madrid-Gegner, als Unterstützer ihrer Bewerbung und leiteten damit eindrucksvoll den Endspurt ein.

Ebenfalls für Spannung sorgt die Entscheidung am Sonntag. Aller Voraussicht nach wird die Traditionssportart Ringen 208 Tage nach dem vorläufigen Rauswurf aus dem Olympia-Programm aber für 2020 wieder in die Gemeinschaft der fünf Ringe zurückkehren. Leichte Zweifel an einem Sieg gegen Squash und Softball/Baseball haben eigentlich nur die Ringer selbst. "Das Ganze ist sicher noch nicht abgehakt", sagte Manfred Werner. Dennoch gibt auch der Präsident des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) zu, dass er "vorsichtig optimistisch" auf den Sonntag blickt. "Die Reformen und Kampagnen der zurückliegenden Monate, die weltweite Unterstützung durch Sport und Politik - all das war schon eine Hausnummer", sagte der 67-Jährige.

Der neue Präsident Nenad Lalovic hat dem trägen Weltverband innerhalb sehr kurzer Zeit pausenlos Dampf gemacht. "Wir haben uns in der größten Krise unserer Sportart seit mehr als 3000 Jahren befunden", sagte der charismatische Serbe, "aber wir haben es innerhalb von sechs Monaten geschafft, alle vom IOC verlangten Reformen umzusetzen.

Jelena Issinbajewa im Visier
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