Zverev geht „sehr zuversichtlich“ in Endspiel ums Halbfinale

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  • Alexander Zverev verlor sein Spiel gegen Roger Federer bei der Tennis-WM. Foto: John Walton 1/3
    Alexander Zverev verlor sein Spiel gegen Roger Federer bei der Tennis-WM. Foto: John Walton Foto: 
  • Alexander Zverev verpasst bei den ATP Finals einen Sieg im Match gegen Roger Federer. Foto: Kirsty Wigglesworth 2/3
    Alexander Zverev verpasst bei den ATP Finals einen Sieg im Match gegen Roger Federer. Foto: Kirsty Wigglesworth Foto: 
  • Jack Sock hat sich im Match gegen Marin Cilic durchgesetzt. Foto: John Walton 3/3
    Jack Sock hat sich im Match gegen Marin Cilic durchgesetzt. Foto: John Walton Foto: 
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Entschlossen blickt Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev seinem entscheidenden Auftritt um den WM-Halbfinaleinzug entgegen.

Bei allem Frust über die Niederlage gegen den Schweizer Star Roger Federer überwog die Zuversicht, dass sich sein Debüt bei den ATP Finals über die Gruppenphase hinaus fortsetzt. „Wenn ich mein Niveau halte, ich genauso spiele, habe ich die sehr große Chance, hier im Halbfinale zu stehen“, sagte der 20-Jährige. Sein Optimismus ist berechtigt. Am Donnerstag (21.00 Uhr/MEZ) trifft erin seinem dritten und letzten Gruppenspiel beim Saisonabschluss in London auf den US-Amerikaner Jack Sock.

Wer gewinnt, erreicht als Zweiter der Gruppe das Halbfinale. Für den Verlierer sind die ATP Finals beendet. Beide haben gegen Federer verloren und das vierte Gruppenmitglied, den Kroaten Marin Cilic, bezwungen. Federer hat Platz eins schon sicher.

Gegen Sock ist Zverev als Dritter der Weltrangliste Favorit. Der 25 Jahre alte US-Amerikaner liegt sechs Plätze hinter ihm und hatte sich als Letzter für die ATP-WM qualifiziert, weil er überraschend eine Woche vor dem Turnierstart das Masters von Paris gewann. Eigentlich hatte Sock schon Urlaub geplant. „Ich gehe sehr zuversichtlich in dieses Spiel“, sagte Zverev.

Sollte der Davis-Cup-Spieler das Halbfinale des mit acht Millionen US-Dollar dotierten Turniers erreichen, wäre er der erste Deutsche seit 2003, dem das gelingt. Damals schaffte es Rainer Schüttler, der vor Zverev auch der letzte Finals-Teilnehmer aus Deutschland war.

Am Dienstagabend hatte Zverev gegen den 16 Jahre älteren Federer lange mitgehalten, dann aber im dritten Satz die Konzentration verloren, wie er zugab, und damit auch die Partie. Ein Rückschlag sei das nicht. „Es war ein sehr positives Match“, sagte er. Und Federer, Sieger von 19 Grand-Slam-Turnieren, sei schließlich „der beste Spieler aller Zeiten“.

Lob gab es auch für Zverev. Um zu gewinnen, hätte er nicht viel anders machen müssen, sagte Federer. Der Einbruch im dritten Satz liege vielleicht am Alter: „Das passiert häufig, wenn man jung ist und sich nicht mehr ganz zusammenreißen kann.“ Der Rekord-Grand-Slam-Turniersieger bezeichnete ihn als einen „großartigen Spieler“. Er freue sich auf Zverevs Zukunft.

Damit meinte die Nummer zwei der Welt allerdings die nächsten Jahre und nicht den kommenden Sonntag. Dann ist das Finale der Tennis-WM und ein zweites Duell der beiden scheint realistisch: Sollte sich Zverev für das Halbfinale qualifizieren, trifft er dort am Samstag auf den Gewinner der zweiten Vorrundengruppe. Nach dem Ausfall des verletzten Spaniers Rafael Nadal wäre er dort in jedem Fall Favorit. Und Federer, der schon sechsmal die Finals gewann, ist das in seiner Partie in der Runde der letzten Vier sowieso. Eine Revanche für Zverev im Finale? Warum nicht.

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