Zarte ISU-Reformen angestoßen

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Auch im Eiskunstlaufen soll es Veränderungen geben. Foto: CJ Gunther

Das Marketing soll verbessert, eine Athletenkommission aus der Taufe gehoben werden. Und auch im Anti-Doping-Kampf will die Internationale Eislauf-Union ISU künftig konsequenter handeln.

Das zumindest verspricht der neue Präsident Jan Dijkema. Ob es dem 71-jährigen Niederländer gelingt, den Verband mit seinen Strukturen und oft antiquierten Handlungsweisen zu reformieren, muss abgewartet werden. Beim ISU-Kongress im kroatischen Mlini unweit Dubrovniks wurden viele Beschlüsse zur Erneuerung in den Eissportarten getroffen.

EISKUNSTLAUF: Das zwei Jahre nach dem Preisrichterskandal 2002 in Salt Lake City eingeführte anonyme Bewertungssystem wird abgeschafft. Von der neuen Saison an werden alle Preisrichter namentlich bekannt sein. Das neue System soll die Bewertungen transparenter machen.

EISSCHNELLLAUF - EM: Die EM werden mit jährlich wechselnden Formaten ausgetragen. 2017 finden neben der traditionellen Mehrkampf auch europäische Titelkämpfe im Sprint-Vierkampf statt. Einzelstrecken-EM feiern 2018 ihre Premiere. Die längsten Strecken, 5000 Meter Damen/10 000 Meter Herren werden dort nicht ausgetragen, dafür gehören Massenstart, Team-Verfolgung und Teamsprint erstmals zum EM-Programm.

EISSCHNELLLAUF - WM: Der Teamsprint gehört ab 2017 zum Programm der Einzelstrecken-WM, ab sofort werden offizielle Weltrekorde geführt. Gescheitert sind Reformer mit dem Vorhaben, die 5000 Meter Damen und die 10 000 Meter Herren aus dem WM-Programm zu streichen.

SHORTTRACK: Mixed-Rennen, Team-Verfolgung, Punkte- und Ausscheidungsrennen sowie eine Madison-Staffel sollen ebenso wie ein Nationen-Pokal ab 2017 eingeführt werden.

ATHLETEN-KOMMISSION: Als einer der letzten olympischen Fachverbände hat die ISU eine Athletenkommission gegründet. In allen Disziplinen wählen die Athleten bei den nächsten WM erstmals ihre Vertreter.

PRÄSIDENT: Der Niederländer Jan Dijkema setzte sich mit klarer Mehrheit bei der Wahl zum ISU-Präsidenten durch. Der Italiener Ottavio Cinquanta, der das Amt 22 Jahre lang ausübte, trat mit 77 Jahren nicht mehr an.

SKANDAL: Am Abend vor der Wahl lud der ungarische Verband im Sheraton-Hotel zu einer Abschiedsparty für den scheidenden Cinquanta ein. Der Italiener verwahrte sich wegen offensichtlichter Wahlwerbung für den ungarischen Kandidaten György Sallak dagegen.

DEUTSCHE: Christian Breuer, der frühere DOSB-Aktivensprecher, erhielt erneut das Vertrauen als Mitglied des Technischen Komitees Eisschnelllauf. Der Dortmunder Volker Waldeck amtiert künftig als Vorsitzender der Disziplinar-Kommission.

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