Weitere Anschuldigungen gegen FIFA-Chef Infantino

|
Gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt es weitere Anschuldigungen. Foto: Christian Charisius  Foto: 

Die Anschuldigungen gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino und Generalsekretärin Fatma Smaoura wegen versuchter Einflussnahme bei Entscheidungen der Governance-Kommission reißen nicht ab.

Wie mehrere frühere Mitglieder der Abteilung inzwischen aussagten, sollen die Top-Funktionäre des Fußball-Weltverbandes vehement versucht haben, den Ausschluss des umstrittenen russischen Ministers Witali Mutko aus dem FIFA-Council zu verhindern. So sagte Navi Pillay der englischen Zeitung „Guardian“, dass die FIFA die alten Wege weitergehe und Reformen nur zu rhetorischen Zwecken dienten. Zuvor war ihr Rücktrittsschreiben als Mitglied der Governance-Kommission im britischen Parlament veröffentlicht worden. Als Richterin und frühere UN-Kommissarin für Menschenrechte könne sie nicht in einer Organisation dienen, deren Offizielle die Normen und Standards verletzten, schrieb sie.

Zuvor hatte bereits der frühere FIFA-Funktionär Miguel Poiares Maduro bei einer Anhörung vor dem Kultur-, Medien- und Sportkomitee des britischen Unterhauses in London ähnliche Vorwürfe geäußert. So habe Infantino darauf gedrängt, Mutko nicht aus dem Council zu verbannen. Später habe Samoura weiter Druck ausgeübt. Man müsse eine Lösung finden, damit der russische Funktionär gewählt werden könne, andernfalls drohe ein Desaster bei der Organisation für die WM 2018.

Trotz des Drucks hatte die Governance-Kommission Mutko wegen möglicher Interessenskonflikte verhindert, da dieser zugleich eine hohe Regierungstätigkeit inne hatte. Maduro wurde danach im Mai nicht mehr als Vorsitzender der Governance-Kommission der FIFA vorgeschlagen. Im Zuge dessen trat neben Pillay auch Rechtsprofessor Joseph Weiler aus der Kommission aus. Weiler hatte zugleich eine Beschwerde bei der FIFA-Ethikkommission eingereicht.

Die FIFA gibt zu Vorermittlungen der Ethikkommission keine Auskunft. Die Anschuldigungen der Einflussnahme wies der Weltverband indes zurück. Gespräche zwischen den FIFA-Verantwortlichen und den Kommissionen seien ein normaler Vorgang.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bundestagswahl: Es liegt in Ihrer Hand

Jede Stimme zählt, wenn am Sonntag der 19. Bundestag gewählt wird. Er ist die Volksvertretung und damit das wichtigste Organ der Bundesrepublik. Wissenswertes und Unterhaltendes. weiter lesen