Wache Heimschläferin mit guten Chancen

Nach den bislang drei gewonnenen Medaillen bei der Ski-WM können die deutschen Asse locker die letzten vier Wettbewerbe angehen. Heute steht zunächst der Riesenslalom der Damen an.

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  • Kesse Kreutherin: Viktoria Rebensburg übernachtet während der Ski-WM teilweise zu Hause. Foto: Imago 1/2
    Kesse Kreutherin: Viktoria Rebensburg übernachtet während der Ski-WM teilweise zu Hause. Foto: Imago
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    Thomas Gruber berichtet von der Ski-WM
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Sie ist erst 23 Jahre, aber das Championat in der Steiermark bedeutet für Viktoria Rebensburg bereits die vierte Teilnahme bei einer Ski-Weltmeisterschaft. Bereits mit 17 Jahren hatte sie Aufsehen erregt, als sie 2007 im schwedischen Are auf Riesenslalom-Rang acht vorfuhr. Zweimal gewann die zierliche Zollwachtmeisterin aus Kreuth die kleine Kristallkugel im Weltcup für den Disziplinsieg, der größte Erfolg jedoch war der Olympiasieg 2010 in Vancouver.

Auf Platz acht kam Rebensburg zum WM-Auftakt im denkwürdigen Super G, der 13 Mal verschoben worden war und in dem die Amerikanerin Lindsey Vonn so folgenschwer gestürzt war. Danach verließ sie für drei Tage Schladming, fuhr nach Hause und ließ es sich gut gehen. "Vicky", die Heimschläferin. Entspannen, den Kopf frei bekommen - das war angesagt vor dem Start in ihrer Parade-Disziplin. Mit einem festen Vorsatz ist sie zurück nach Schladming gekommen: "Eine Medaille zu gewinnen, das ist auf jeden Fall mein Ziel", erklärt sie selbstbewusst, fügt aber gleich an: "Planen kann man das freilich nicht, an so einem Tag muss schon alles passen." Heute (10/13.30 Uhr - ZDF/Eurosport) gilt es. Befreit geht Maria Höfl-Riesch an den Start. "Mehr Schwung als durch eine zusätzliche Medaille kanns doch gar nicht geben", glaubt die 28-Jährige an einen Schub durch die glücklich erkämpfte Bronze-Plakette im heißen Team-Wettkampf.

Wer sich diesen Nationen-Vergleich genau angeschaut hat, der sah jedoch, dass auch andere mit dem Schnee, dem Hang und den Rahmenbedingungen im Ennstal bestens zurechtkommen. Bei den im Viertelfinale an Deutschland gescheiterten Franzosen stach zum Beispiel Tessa Worley heraus. Vom Gastgeberland Österreich kommt nach der Rückkehr in die Erfolgsspur auch Michaela Kirchgasser aus dem WM-Sieger-Team für einen vorderen Platz in Frage. Und dann ist da noch die "Mrs. Worldcup", Tina Maze (Slowenien).

Die Männer sind morgen dran mit der zweigeteilten Hatz durch die Riesenslalom-Tore. Mit dabei ist der erfreulich starke Fritz Dopfer, der in der Form seines Lebens zu sein scheint und auch Felix Neureuther, der seinen Schock vom Team-Wettbewerb überwunden hat: Wie berichtet hatte ihn der Kroate Filip Zubcic furchterregend von der Piste rausgeschossen. Nur um ein Haar war Felix dem frühen WM-Aus entgangen. Dank eines zusätzlichen Schutzes zog er sich nur eine Prellung zu, "den Unterschenkel hätts aber auch weghauen können", blickt Neureuther auf die Horrorszene zurück. Via Facebook war ihm aber schon wieder zu Scherzen zumute: "Bronze! Danke an das Team! . . . zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Kroaten oder Ihren Apotheker:-)." Gestern trainierte er beschwerdefrei Slalom, heute sind erst einmal die Damen dran. Die Vorfreude ist groß, die Zuversicht auch.

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