Uni und Doping: Ministerium hofft auf Verständigung

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Die Aufarbeitung der Dopingvorgänge an der Uni Freiburg ist längst selbst zur Affäre geworden. Vertuschung statt Aufklärung? Trotz der Vorwürfe der Untersuchungskommission mit Leiterin Letizia Paoli glaubt Baden-Württembergs Wissenschaftsministerium nicht, dass alles umsonst war.

Paoli hatte beklagt, einen manipulierten Arbeitsauftrag erhalten zu haben und bei Nachforschungen behindert worden zu sein. "Wir gehen davon aus, dass es zu einer konstruktiven Verständigung zwischen der Universität und der Kommission kommen wird", hieß es gestern aus dem Ministerium. "Insofern ist kein Imageschaden für die Universität Freiburg zu befürchten." Der Konflikt zwischen den acht Gutachtern und der Uni war weiter eskaliert, nachdem die Kommission am Mittwoch eine 87- seitige Pressemitteilung veröffentlicht und darin den Vorwurf erhoben hatte, der Arbeitsauftrag sei manipuliert und die Kommission "getäuscht und hintergangen" worden. Konkret wird Altrektor Wolfgang Jäger verantwortlich gemacht für seine "Nichtinformation über den offiziellen Arbeitsauftrag" - das liegt nun gut fünf Jahre zurück. Jäger und sein Nachfolger Hans-Jochen Schiewer reklamieren, es habe einen uneingeschränkten Untersuchungsauftrag gegeben, ohne zeitliche oder personelle Limitierung. Die Kommission behauptet jetzt aber, einen begrenzten Auftrag erhalten zu haben.

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