Ulmer Bundesliga-Turnerinnen: Neue Trainerin vor schwieriger Saison

Ein Abgang, zwei Verletzte. Das ist eigentlich zu viel für die Turnerinnen des SSV Ulm 1846 zum Bundesligastart. Jetzt müssen Natalie Wolfgang, Annika Göttler und Annika Drechsler Verantwortung übernehmen.

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Frischer Wind: Die neue Trainerin des SSV Ulm 1846, Kinga Dombauer (hier mit Turnerin Evelyn Reisig), hat eine schwere Aufgabe übernommen.  Foto: 

Eigentlich ist das Wetter ja viel zu schön zum Turnen in der Halle. Und doch schafft es Kinga Dombauer, ihre Leistungssportlerinnen jeden Tag zu Höchstleistungen zu bewegen. Die Motivation, die die neue Trainerin der Bundesliga-Mannschaft des SSV Ulm 1846 den Spitzenturnerinnen im Teenageralter bietet, ist groß: „Wenn wir an allen Geräten gut und fehlerfrei durchkommen, brauchen wir nur zwei Stunden und können raus in die Sonne“, erzählt Natalie Wolfgang. „Aber wenn es schlecht läuft, dauert es drei bis vier Stunden.“ Dann ist es oft für das Bad in der Sonne schon zu spät. Denn das Training beginnt täglich nach der Schule, die oft bis 15 Uhr dauert.

Die Turnerinnen des SSV Ulm starten in die neue Saison - ein Trainingsbesuch.

Eine weitere Motivation kommt diese Woche noch hinzu: Am Samstag (17 Uhr) startet in Mannheim die neue Bundesliga-Saison und diesmal kommt viel Verantwortung auf die Turnerinnen samt Trainerin Dombauer zu, die vorübergehend Krisztina Simon-Premusz (Babypause) ersetzt. Nach dem Wechsel von Nadia Schulze nach Chemnitz und den Verletzungen von Olympia-Teilnehmerin Janine Berger (Kreuzbandriss) und C-Kaderathletin Jannika Greber (Schleudertrauma) ist die Personaldecke dünn geworden. Kurzfristig wurde die zwölf Jahre alte Evelyn Reisig in den Kader berufen. Sie hat mit guten Leistungen in der Oberliga aufmerksam gemacht, wird aber angesichts der hohen Anforderungen in der 1. Liga nur am Sprung eingesetzt. Das bedeutet, dass Natalie Wolfgang (18), Annika Drechsler (14), Annika Göttler (18) und die Ungarin Luca Divéky (21) praktisch an allen Geräten zum Einsatz kommen.

Janine Berger wird frühestens im dritten und letzten Wettkampf im November wieder zur Verfügung stehen, Jannika Greber trägt zurzeit eine Halskrause und soll möglichst zum zweiten Wettkampftag in drei Wochen wieder fit sein.

„Wir sind froh, wenn wir irgendwie die Klasse halten“, sagt die 28 Jahre alte Kinga Dombauer, die gemeinsam mit Gabor Szücs mindestens bis Jahresende das Trainergespann bildet. Die ungarische Sportlehrerin war zuletzt in ihrer Heimat für die turnerische Entwicklung der Nationalmannschaft im Wasserspringen verantwortlich. Als ehemalige Kader-Turnerin kehrt sie aber nun gerne wieder an die Geräte in der Halle zurück – trotz der sommerlichen Temperaturen.

Liga-Infos

SSV Ulm 1846 Annika Göttler (Jahrgang 1996), Natalie Wolfgang (1996), Annika Drechsler (2000), Evelyn Reisig (2002), Luca Divéky (1994), Janine Berger (1996/verletzt), Jannika Greber (1998/verletzt).

Gegner MTV Stuttgart (Meister), TSG Steglitz, TG Mannheim, TG Karlsruhe-Söllingen, TSV 1861 Tittmoning, TuS 1861 Chemnitz-Altendorf, Turnzentrum Deutsche Sporthochschule Köln (Aufsteiger).

Termine

Samstag, 25. April, 17 Uhr, in Mannheim

Samstag, 16. Mai, 17 Uhr in Traunreut

Samstag, 14. November, 17 Uhr, in Berlin

Modus 4 Turnerinnen pro Gerät , alle Übungen zählen zum Mannschaftsergebnis, Startreihenfolge Ulm: Balken, Boden, Sprung, Barren.

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