Turntalent Tabea Alt: Unfassbar locker und leicht beim Weltcup in Stuttgart

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Für ihr schönstes Geburtstagsgeschenk war Tabea Alt selbst verantwortlich. Allerdings war es hart erarbeitet. Denn wer im Kunstturnen, dieser Sportart, in der die schwierigsten Bewegungen leicht aussehen sollen und der Körper einen steten Kampf gegen die Schwerkraft führt, ganz oben stehen will, muss auf vieles verzichten. So referierte die gerade 17 Jahre alt gewordene Ludwigsburgerin nach ihrem Weltcup-Sieg darüber, dass sie ein anderes Leben als viele ihrer Altersgenossinnen führe.

Die „unfassbaren“ Momente in der Porsche-Arena gehören zu denen, die dafür entschädigen. Nicht nur, weil der Erfolg dem Küken der Olympiariege von Rio umgerechnet 11 200 Euro einbrachte. Alt (54,199 Punkte) hatte sich auf ihrem Weg auf das Podest und vorbei an der am letzten Gerät patzenden Europameisterin Angelina Melnikowa (53,732) aus Russland zudem in die Herzen des Publikums geturnt. Elisabeth Seitz lobte die Trainingskollegin als „für ihr Alter erstaunlich reif“. Das hatte diese bereits im vergangenen Jahr, ihrem ersten bei  den „Großen“, gezeigt, als sie sich scheinbar mühelos einen Platz in der Auswahl des Deutschen Turner-Bundes (DTB) erkämpfte. Und dann in dieser in Brasilien ihre Frau stand.

Souverän auf dem Balken

Besonders auf dem schmalen Schwebebalken meistert Alt die Herausforderungen mit beeindruckender Selbstverständlichkeit.  So legte sie mit 14,066 Punkten und dem damit höchsten Wert an diesem Gerät auch die Grundlage für ihren Triumph auf der zweiten Weltcup-Station des Jahres – auch eine Empfehlung für die EM, die Ende April in Rumänien ausgetragen wird.

Als Nummer vier empfahl sich Seitz, allerdings nur unter Vorbehalt. Die 23-Jährige muss nach größerem Trainingsrück­stand weiter aufsteigende Form beweisen. Sonst würde die ebenso kürzlich ins Schwäbische umgesiedelte Berlinerin Michelle Timm, die mit Bui, Seitz und Helene Schäfer in der Team Challenge mit 154,10 Punkten den zweiten Platz hinter Russland (159,55) und vor Spanien (147,40) belegte, in die Mannschaft rücken.

Bei den Männern konnten sich die deutschen Weltcup-Teilnehmer Lukas Dauser aus Unterhaching und Lokalmatador Sebastian Krimmer beim Triumph von Olympiasieger Oleg Wernjajew aus der Ukraine (84,899) als Sechster und Neunter derweil keinen Podestplatz erkämpfen. In der Team Challenge musste  sich die Mannschaft Deutschland I (166,730) nur Russland (167,262) geschlagen geben.

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