Querpass: Eigentor der Extraklasse

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über Chiles kurioses Scheitern in der WM-Qualifikation  Foto: 

An Weltmeisterschaften ohne Oranje hat man sich gewöhnt: viele gute Einzelspieler, nur kein echtes Team. Die starken Chilenen jedoch haben 2015 und 2016 die Copa America gewonnen, sie standen zuletzt im Confedcup-Endspiel gegen Deutschland (0:1). 2010 und 2014 schafften es Arturo Vidal und Co. ins WM-Achtelfinale, doch jetzt nicht nach Russland. Wegen einer unfassbaren Geschichte, einem Eigentor der Extraklasse.

Gemeint ist nicht das abschließende 0:3 in Brasilien, mit dem Chile von Platz drei auf sechs abstürzte. Ironischerweise hat sich „La Roja“ durch absolut legitimes Beharren auf Fairplay, bestätigt per Urteil des Internationalen Sportgerichtshof (Cas), letztlich um die zehnte WM-Teilnahme gebracht.

Chiles Verband ANFP hatte letztes Jahr nach dem 0:0 gegen Bolivien beim Weltverband Fifa Protest eingelegt, weil Nelson Cabrera gespielt hatte. Der gebürtige Paraguayer war noch nicht einsatzberechtigt.  Der Fall landete beim Cas, der das Spiel mit 3:0 für Chile wertete.

Völlig zu Recht. Bloß: Die Sportrichter sprachen nun logischerweise auch den Peruanern nachträglich drei Punkte zu, denn Cabrera war beim 2:0 gegen Peru ebenfalls dabei. Durch den unverhofften Sieg hat Peru wie Chile in der Endabrechnung 26 Punkte, ist mit besserem Torverhältnis aber Fünfter. Chile schaut in die Röhre – und wahrscheinlich weg, wenn Peru nun in den Playoffs gegen Neuseeland das WM-Ticket lösen kann.

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