Querpass: Auch als Vierter richtig glücklich

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Wolfgang Scheerer über den einmaligen WM-Marathon  Foto: 

Start und Ziel auf der Tower Bridge: Der London-Marathon der WM war wirklich ein Spektakel. Viele tausend Zuschauer reihten sich entlang des Zehn-Kilometer-Stadtkurses, der vier Mal zu durchlaufen war. Und die Veranstalter sind nicht müde geworden dabei, die Einmaligkeit zu betonen: erstmals bei einer Weltmeisterschaft liefen Frauen und Männer an einem Tag. Erstmals war eine Unesco-Welterbestätte, das Tower-Areal, Anfang- und Endpunkt. Nicht nur auf die üblichen Schlussrunden im Stadion wurde verzichtet, die Medaillenzeremonie war ebenfalls gleich vor Ort. Außerdem war extra eine Stahlrohrtribüne im Umlaufgraben des Towers aufgebaut worden, auf der 1700 Zuschauer Platz fanden. Von der Themse kommend, ging’s für die Athleten in der City rund, beispielsweise vorbei an der St. Paul’s Cathedral.

 Bei aller Einmaligkeit: Dass es ein fürs Königreich  historisches Marathon-Ergebnis geben würde, das hatte wohl kaum einer auf der Rechnung. Beim standesgemäßen Sieg des Kenianers Geoffrey Kirui überraschte ein Schotte. Callum Hawkins wurde Vierter und ist damit der beste Brite ever bei einem WM-Marathon. Der vierte Platz kann also doch glücklich machen. Auch das: in der Tat bemerkenswert.

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