Ausnahmespielerin Simona Halep schlägt in Stuttgart auf

Tennis: Die Ausnahmespielerin Simona Halep hat für das traditionsreiche Grand-Prix-Turnier in der Landeshauptstadt gemeldet. Ihr Ziel ist der finale Triumph.

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Mit harten Schlägen und der nötigen Ausdauer: Seit 9. Oktober steht Simona Halep auf dem ersten Platz der Weltrangliste.   Foto: 

Seit gut vier Wochen ist Simona Halep höchst offiziell die beste Tennisspielerin auf dem Globus. Am Tag, nachdem sie das Finale der China Open in Peking bestritten hatte, spuckte sie der Computer als neue Nummer eins der Weltrangliste aus – vor Wimbledon-­Siegerin Garbine Muguruza und Caroline Wozniacki, der Gewinnerin der WTA Finals. Aus der führenden Position startet sie ins neue Jahr, und im April schlägt sie auch beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart auf.

„Ich kann bestätigen, dass ich in Stuttgart spielen werde“, sagte Simona Halep der SÜDWEST PRESSE. „Ich mag das Turnier, zweimal stand ich im Halbfinale, dieses Mal möchte ich noch ein bisschen weiter kommen.“

In diesem Jahr unterlag sie in einer hart umkämpften Partie der Vorschlussrunde der Metzingerin Laura Siegemund, die schließlich auch im Finale triumphierte. „Mit Laura habe ich noch eine Rechnung offen“, so bekannte Halep mit einem Lächeln. „Aber im Ernst: Sie hatte sich den Sieg verdient, weil sie fantastisch spielte.“ Bereits im vergangenen Jahr war sie in Stuttgart in der Runde der letzten 16 relativ glatt an der Lokalmatadorin gescheitert.

Im Kreis der Weltelite

Die Vorbereitungen für das traditionsreiche und mit dem Preisgeld von knapp 600 000 Euro dotierte Grand-Prix-Turnier in der Landeshauptstadt, das im nächsten Jahr von 21. bis 29. April in der Porsche-Arena ausgetragen wird, laufen bereits auf Hochtouren. Neben Simona Halep werden nahezu alle Spielerinnen aus den Top 20 der Weltrangliste in Stuttgart antreten. Selbstverständlich planen die Veranstalter auch mit den Lieblingen des Publikums wie Angelique Kerber und Maria Scharapowa, die beide als Markenbotschafterinnen bei Titelsponsor Porsche unter Vertrag stehen, sowie mit der Titelverteidigerin Laura Siegemund, die nach dem Kreuzbandriss im rechten Knie, den sie im Mai beim Turnier in Nürnberg erlitt, an ihrer Rückkehr arbeitet.

Mit Hochdruck schafft Markus Günthardt, der Direktor des Stuttgarter Turniers, in diesen Tagen daran, die Verträge mit den Spitzenspielerinnen unter Dach und Fach zu bringen. „Als Mitglied des Board of Directors der WTA bin ich viel unterwegs, schaue mir andere Events an“, sagte Günthardt. „Unser Starterfeld kann eigentlich nicht mehr aufgewertet werden. Wir präsentieren den Anhängern jedes Jahr im Schnitt sieben oder acht der zehn weltbesten Spielerinnen. Was wir insgesamt betrachtet an Qualität bieten, ist weltweit einmalig. Die Tatsache, dass uns die Spielerinnen seit 2007 achtmal zum beliebtesten Turnier der WTA-Tour gewählt haben, macht uns extrem stolz.“

Ausgeruht zu neuen Zielen

Die Stuttgarter locken mit dem einzigartigem Charme ihres Turniers – und mit den legendären „Betthupferln“, die bei den Spielerinnen sehr beliebt sind. Scharapowa, Kerber und Kolleginnen werden jeden Abend in ihren Hotelzimmern mit Geschenken, vom Fitnessarmband bis zur edlen Handtasche, überrascht. „Ich freue mich auf Stuttgart“, sagte Simona Halep, „aber jetzt brauche ich erst einmal Urlaub.“ Nach ein paar Tagen des professionellen Faulenzens beginnt sie Ende des Monats mit dem Training für die nächste Saison. Dann heißt es für sie, die Spitzenposition auf den Turnieren des globalen Tenniszirkus zu verteidigen.

Fed-Cup-Spielerin Julia Görges ist nach ihrem Erfolg bei der inoffiziellen B-WM im chinesischen Zhuhai auf die höchste Weltranglistenposition ihrer Karriere geklettert. Im neuesten ­Ranking der WTA verbesserte sich die 29-Jährige um vier Plätze auf Rang 14 und ist damit beste deutsche Tennisspielerin. Das Jahr 2016 hatte sie auf dem 54. Platz beendet. Dagegen ist die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber, die zu Beginn des Jahres noch die Nummer eins der Weltrangliste war, nach fünfeinhalb Jahren erstmals wieder aus den Top 20 gerutscht und sortiert sich auf dem 21. Rang ein. sid

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