New England und Atlanta erreichen Super Bowl 51

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Bereit für das große Finale: Superstar Tom Brady. Foto: afp  Foto: 

Genugtuung? Tom Brady wollte nichts davon wissen. „Es ist ein guter Tag, wir sind im Super Bowl“, sagte der Quarterback der New England Patriots, lächelte freundlich und wich den Fragen zum Streit mit der NFL aus. Vier Spiele war der Superstar zu Saisonbeginn gesperrt gewesen, nach einer mehr als umstrittenen Entscheidung. Es dürfte Brady deshalb süß schmecken, dass er wieder um den größten Preis im Football spielt.

Zum siebten Mal steht Brady (39) nach der Machtdemonstration beim 36:17 im Halbfinale über die Pittsburgh Steelers im Endspiel, genau wie sein Trainer Bill Belichik – NFL-Rekorde. So auch die Tatsache, dass New England beim Super Bowl LI, der mittlerweile 51. Auflage, zum neunten Mal dabei ist. „Unglaublich“, sagt Brady: „Wir müssen das genießen. Im Leben weiß man nie, ob man noch einmal so eine Möglichkeit bekommt.“

In Houston/Texas wartet in der Nacht zum 6. Februar (0.30 Uhr MEZ/Sat.1) ein heißer Gegner. Die Atlanta Falcons um Spielmacher Matt Ryan traten im Conference Championship gegen die Green Bay Packers genauso meisterlich auf wie die Patriots, die hochgelobten Gäste um „Magier“ Aaron Rodgers wurden in Einzelteile zerlegt, nie kam Spannung auf, am Ende hieß es 44:21.

„Wir sind in eine Kreissäge gerannt“, sagte Packers-Trainer Mike McCarthy: „Wir konnten nicht mithalten. So sollte die Saison nicht zu Ende gehen, aber den Falcons gilt Respekt. Uns ist der Sprit ausgegangen.“ Nach acht Siegen in Serie war der Titeltraum für Green Bay eigentlich schon zur Pause geplatzt.

Ryan (31), „Matty Ice“ genannt, gelangen vier Touchdown-Pässe, einmal lief er selbst mit dem Ball in die Endzone. Die variable Offense und die stabile Defense waren zu viel für die Gäste. „Wir haben ein großartiges Spiel gemacht. Wir haben genau das gemacht, was wir schon die ganze Saison machen. Das fühlt sich gut an“, sagte der Quarterback nach dem letzten Spiel im Georgia Dome. Nebenan entsteht eine neue Arena.

Am liebsten würden die Falcons im Sommer als Champion in das 1,4 Milliarden Dollar teure Mercedes Benz Stadium einziehen, doch das wird bei Ryans Debüt im Finale schwierig. Brady (drei Touchdown-Pässe) ist wie sein Gegenüber in bestechender Form – und er hat deutlich mehr Erfahrung. „Tom Terrific“ holte die Vince Lombardi Trophy bereits viermal.

Wenn der wohl beste Spielmacher der NFL-Geschichte in zwei Wochen antritt, sitzt auch Roger Goodell auf der Tribüne. Der NFL-Boss hat sich seit zwei Jahren kein Spiel der Patriots angeschaut, nun kann er sich nicht mehr verstecken. Der Commissioner ist seit „Deflategate“ das personifizierte Feindbild der Fans.

Brady wurde wegen seiner angeblichen Verwicklung in die Affäre um zu schwach aufgepumpte Bälle nach dünner Beweisführung gesperrt, legte erfolgreich Einspruch ein, wurde danach wieder gesperrt und akzeptierte schließlich die Entscheidung. New England gewann drei der vier Spiele ohne ihn und beendete die Hauptrunde als bestes Team.

„Das ist das Ergebnis der harten Arbeit von vielen Leuten“, sagte Brady und lobte das Kollektiv. Seit Ende November lagen die Patriots in keinem Spiel zurück, das sind über sieben Stunden. Beängstigend für jeden Gegner. sid

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