Kommentar: Eine Frage der Geduld

Ein Kommentar von Wolfgang Scheerer zur WM-Bilanz der Leichtathleten in London.

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Bei einer vergleichsweise kuriosen Leichtathletik-WM haben die zahlreichen Medaillen am Schlusswochenende aus deutscher Sicht für eine versöhnliche Bilanz gesorgt. Geduld ist gefragt, wenn sich wie aktuell eine Mannschaft im Umbruch befindet. Das zeigt nicht zuletzt auch das Beispiel der Briten: Nur der große Langstreckler Mo Farah, der jetzt abtritt, und die Staffeln sorgten für Glanz.

Dass gerade arrivierte deutsche Athleten enttäuschten, David Storl (Kugel), Robert Harting (Diskus) und vor allem Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe (Stabhochsprung) mit seinem „Salto nullo“, hat individuelle Gründe.  Gerade die vielen frischen jungen Gesichter in London und  zahlreiche Erfolge bei internationalen Titelkämpfen der Jugend und Junioren zeigen, dass beim DLV etwas nachwächst.

In London für alle lästig: der Norovirus im Athleten-Hotel, der nicht nur im deutschen Lager für Aufregung sorgte. Botswanas Medaillenkandidat Isaac Makwala verpasste deshalb das 400-Meter-Finale. Sprint-Superstar Usain Bolt  hätte sich die Abschiedsvorstellung gerne vergoldet. Auch dieser Wunsch blieb unerfüllt.

Absolut überragend dieses Mal das Publikum im meist ausverkauften Olympiastadion: Die Begeisterung der Zuschauer machte diese 16. Weltmeisterschaft im zuletzt von Terroranschlägen und der Brandkatastrophe im Grenfell Tower gebeutelten London zu einem Statement der Geschlossenheit. 

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