Hülkenberg vor Rekord, den niemand will

128 Rennen, 128 Versuche - nicht einmal hat es geklappt. Nun wartet ein Rekord auf Nico Hülkenberg, den er genauso wenig will wie jeder andere Formel-1-Fahrer. Gut stehen die Vorzeichen für Singapur nicht, obwohl er der entscheidende Mann im und für Renault ist.

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Nico Hülkenberg fährt seit 2010 in der Königsklasse.  Foto: 

Seinen Platz bei Renault hat er sicher. Nico Hülkenberg ist schließlich der Punktelieferant für das französische Formel-1-Team. Er verdiente sich auch schon mehrfach den Titel „Best of the rest“. Dreimal kam der gebürtige Emmericher in dieser Saison schon auf Platz sechs, was angesichts der Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull eine sehr respektable Leistung ist.

Nur eines gelang Nico Hülkenberg in insgesamt 128 Rennen in der Königsklasse des Motorsports noch nicht: ein Platz auf dem Podium. Schafft er es auch an diesem Sonntag in Singapur nicht, hat er den alleinigen Rekord, den sicher keiner will. Derzeit teilt er ihn sich noch mit Landsmann Adrian Sutil, dessen Formel-1-Karriere nach der Saison 2014 und ebenso vielen Rennen vorbei war.

Als Hülkenberg 2010 in die Formel 1 einstieg, wurde er als Siegfahrer gehandelt. Mit seiner Pole im vorletzten Rennen seiner Premierensaison in Brasilien bestätigte er sein Können. Schon vorher hatte er sich empfohlen: Er gewann die Nachwuchsserie GP2 (2009), er gewann die Formel-3-Euroserie (2008) und die A1-GP-Serie (2006). 2015 siegte er bei den legendären 24 Stunden von Le Mans. Nicht selten tauchte sein Name auch auf, wenn es um Kandidaten für die Cockpits bei den Top-Teams ging.

Dreimal knapp vorbei

Letztlich kam er dort aber bisher nicht unter, und Siege ohne siegfähiges Auto sind in der Formel 1 kaum realisierbar. Immerhin: Nah dran am Podest war er zumindest schon drei Mal. 2012 und 2016 wurde er in Belgien jeweils Vierter, ebenso 2013 in Südkorea.

Und nun der womöglich 129. Grand Prix, bei dem es der mittlerweile 30 Jahre alte Pilot nicht unter die besten Drei schafft. Angesichts der vermuteten Stärke von Ferrari und auch Red Bull sowie dem generellen Potenzial von Mercedes muss Hülkenberg schon auf eine Reihe Aussetzer der Konkurrenz hoffen.

Ermutigend ist seine Bilanz auf dem Stadtkurs nicht. 2010 fuhr er im Williams auf Rang zehn, 2012 im Force India auf Platz 14, 2013 im Sauber auf neun, 2014 kam er im Force India auch noch einmal auf Platz neun, danach kam er zweimal nicht ins Ziel.

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