Hochspringerin Jungfleisch: WM-Wackler macht hellwach

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Das war knapp: Marie-Laurence Jungfleisch.  Foto: 

Die Qualifikation war wackelig. Buchstäblich. Die Latte schwang heftig hin und her, fiel aber nicht. Mit dem dritten Versuch über 1,92 Meter zitterte sich Marie-Laurence Jungfleisch bei der Weltmeisterschaft auf den letzten Drücker ins heutige Hochsprung-Finale (20.05 Uhr/ZDF und Eurosport).

„Es war wirklich wahnsinnig knapp, ich bin froh, dass ich es geschafft habe“, sagte die 26-Jährige vom VfB Stuttgart. Ebenso erleichtert: Trainer Tamas Kiss auf der Tribüne. Nur drei Springerinnen kamen komplett ohne Fehlversuch durch: die Russin Maria Lasizkene aus dem Team der neutralen Athleten (Weltjahresbeste mit 2,06 Meter), Julia Lewtschenko aus der Ukraine und die Polin Kamila Licwinko. Sie konnten dabei Kräfte sparen. Weil die besten Zwölf fürs Finale schon bei 1,92 feststanden, mussten die eigentlich für die direkte Final-Qualifikation vorausgesetzten 1,94 gar nicht mehr aufgelegt werden. Titelverteidigerin Lasizkene zu schlagen, wird schwer.

Elfmal ist die 24-Jährige dieses Jahr schon zwei Meter oder höher gesprungen. Marie-Laurence Jungfleisch hat die magische Marke einmal geknackt: am 16. Juli 2016 beim Meeting in Eberstadt bei Heilbronn. „Das zu wiederholen, wäre natürlich toll. Meistens kann ich bei großen Meisterschaften meine Leistung bringen“, sagte die gelernte Erzieherin, die in Paris geboren ist. Ihr Vater stammt aus Martinique.

Bei ihrer ersten WM-Teilnahme, 2015 in Peking, wurde sie mit persönlicher Bestleistung von 1,99 Sechste. Lasizkene, die damals noch ihren Mädchennamen Kutschina trug, gewann mit 2,01 Metern. Und das ohne einen einzigen Fehlversuch im Wettbewerb. In London touchierte sie die Latte erstaunlicherweise gleich beim ersten Versuch.

„Ich war noch etwas verschlafen, das hat mich aufgeweckt“, sagte die große Favoritin. Hellwach ist jetzt auch die fünfmalige deutsche Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch, die nur national keine Konkurrenz zu fürchten hat.

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