Ganong gewinnt schwierige Abfahrt in Garmisch - Schwere Stürze

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Begleitet von heftigen Stürzen seiner Konkurrenten hat der amerikanische Skirennfahrer Travis Ganong auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen seinen zweiten Weltcup-Sieg eingefahren. Bei der Ersatz-Abfahrt für das in Wengen gestrichene Rennen war er am Freitag 0,38 Sekunden schneller als Kjetil Jansrud aus Norwegen. Dritter wurde Peter Fill aus Südtirol (+0,52 Sekunden).

Auf der Traditionsstrecke war Andreas Sander auf Rang 14 mit 1,52 Sekunden Rückstand der beste Vertreter des Deutschen Skiverbands. „Es war mehr möglich“, sagte Sander. „Ich habe ein paar Fehler gemacht, die nicht hätten sein sollen. Die sind aber den Umständen geschuldet.“ Josef Ferstl wurde 20. und war damit auch nicht zufrieden. „Wir wollen einfach weiter nach vorn, das Risiko habe ich heute nicht umsetzen können“, sagte Ferstl.

Eine Woche, nachdem es auf der berüchtigten Streif in Kitzbühel nahezu keine schweren Stürze gegeben hatte, erwischte es einige Topfahrer auf der Kandahar. Am schlimmsten schien der Unfall des Franzosen Valentin Giraud Moine, der mit dem Verdacht auf einen Unterschenkelbruch per Helikopter abtransportiert werden musste.

Jansrud forderte Anpassungen für die Abfahrt am Samstag. „Die Konsequenzen aus einem kleinen Fehler führen zu einem großen. Das ist am Limit. Ich denke, sie müssen am Kurs arbeiten für morgen“, sagte der Norweger. Die Kombination aus hoher Geschwindigkeit, weite Sprünge und unruhigen Passagen mache es hart zu fahren.

Rennen unterbrochen

Giraud Moine verletzte sich in Sichtweite der Zuschauer im Ziel. Nach seinem starken zweiten Platz auf der Streif war er auf Top-10-Kurs, ehe er in der Kompression die Kontrolle verlor, es ihm die Beine auseinanderzog und er sich wohl schon vor dem Einschlag im Fangnetz schwer verletzte. Eine halbe Stunde war das Rennen unterbrochen.

Schon zuvor war der erfahrene US-Skirennfahrer Steven Nyman nach dem Kramersprung abgeflogen. Er wurde vom Rettungshubschrauber von der Strecke geholt. Erik Guay dagegen konnte nach seinem spektakulären Sturz über den Seilbahnstadelsprung selbstständig ins Ziel fahren. Der Kanadier war 2011 auf der Strecke Weltmeister geworden.

Nach ihrem eigenen, glimpflich verlaufenen Sturz im Abfahrts­training von Cortina d‘Ampezzo twitterte Skistar Lindsey Vonn: „Ich kann mir das Rennen in Garmisch nicht weiter anschauen. Zu viele Verletzungen und Unfälle. Das ist verrückt!!!“ dpa

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