Football: Tom Brady sieht mit 40 Jahren ganz alt aus

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Der scheinbar ewig junge Tom Brady wirkte auf einmal steinalt. „Es fühlt sich gerade einfach nur schrecklich an“, sagte der vielleicht beste Footballer der Geschichte, nachdem er zum Start in seine 18. NFL-Saison mit den New England Patriots böse von den Kansas City Chiefs verdroschen worden war. Acht Monate nach dem jetzt schon legendären Super-Bowl-Gewinn bekam Brady bitter zu spüren, dass das Quarterback-Leben jenseits der 40 nicht unbedingt leichter wird. „Uns hat die nötige Wettbewerbsfähigkeit gefehlt, die nötige Haltung“, sagte Brady nach dem  27:42 im heimischen Foxborough.

Ausgerechnet die Patriots, die am 5. Februar im Finale gegen die Atlanta Falcons auf dem Höhepunkt des Schaffens des hernach fünfmaligen Super-Bowl-Siegers Brady aus einem 3:28 ein 34:28 gemacht hatten, gingen nun in historischem Ausmaß baden.

Seit 1993 hatten die Patriots nicht mehr 42 Gegenpunkte in einem Spiel kassiert, seit 2000 in 87 Spielen eine Halbzeit-Führung stets zum Sieg ins Ziel gebracht. Nun verspielten sie gegen die Chiefs einen 17:14-Vorsprung und erlebte im letzten Viertel (0:21) ein Desaster.

Nur 16 Pässe fanden ihr Ziel

„Wir müssen einfach härter arbeiten, so wie heute reicht das nicht“, sagte Brady. Wohlgemerkt: Er sprach bei seiner frustrierten Aufarbeitung vom „Wir“, dabei wäre die Auseinandersetzung mit dem „Ich“ angebracht gewesen. Der Quarterback agierte derart kläglich, dass sich die 65­ 000 Zuschauer im Gillette Stadium fragten, wen zum Teufel Headoach Bill Belichick denn da in Bradys Trikot mit der Nummer 12 steckt. Nur 16 von 36 Pässen brachte er an die Mitspieler, blieb ohne Touchdown, ohne Wirkung, ohne Ausstrahlung. Bis 45, so hat Brady angekündigt, wolle er weiterspielen – mit Vorstellungen wie gegen Kansas City werden das verflucht lange fünf Jahre.

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