Kommentar zur Rücksichtslosigkeit in der Formel 1

|
Sportredakteur Thomas Gruber  Foto: 

Wer sich  auf Deutschlands Straßen mit dem Automobil durch hektische Momente bugsiert, der muss schweißgebadet einiges erkennen: Etwa, was in der Hitze des Sommergeschehens oder im aufgestauten Ärger wegen Baustellen manchem Verkehrs­teilnehmer als Blitzableiter dient. Da kann man oft nur verwundert das Fahrzeug in die Garage stellen. Klappe zu, Feierabend. Der „deutsche Autofahrergruß“ (tippender Zeigefinger an die Stirn) ist noch eine der harmloseren Gesten.

 Bekanntlich geht’s auch bei der Formel 1 heiß her: Es staut sich Ärger auf. Allerdings: Es gibt keinen Gegenverkehr, außerdem nur in der Boxengasse Radarfallen, und dennoch rasten die Protagonisten oftmals aus. Negatives Top-Beispiel der jüngeren Historie ist ausgerechnet Sebastian Vettel. Der viermalige Weltmeister ließ sich beim Grand Prix in Aserbaidschan während einer Safety-Car-Phase durch den aufreizend langsam mit gerade einmal 50 km/h dahin tuckernden Lewis Hamilton derart provozieren, dass der Heppenheimer wild gestikulierend auf gleiche Höhe zog und dem Mercedes-Kontrahenten in die Seite rumpelte. Als was für eine Art Vorbild soll der Heppenheimer noch taugen? Der Ferrari-Star bekam eine viel zu harmlose Zehn-Sekunden-Zeitstrafe abzusitzen. Wer nun glaubt, in Vettel-Manier nacheifern zu müssen, der hat seine Pappe einige Zeit lang los. Zurecht. Dem einstigen Champion täte etwas Demut gut.   

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen