DTM: Wittmann als Champion mit eisernen Nerven

|
Vorherige Inhalte
  • Hochgefühle in Hockenheim: DTM-Champion Marco Wittmann bekommt von den Kollegen Edoardo Mortara (l.) und Jamie Green die obligatorische Champagnerdusche. Foto: dpa 1/2
    Hochgefühle in Hockenheim: DTM-Champion Marco Wittmann bekommt von den Kollegen Edoardo Mortara (l.) und Jamie Green die obligatorische Champagnerdusche. Foto: dpa Foto: 
  • Nur mit Mühe konnte Wittmann die Spitze verteidigen. Foto: dpa 2/2
    Nur mit Mühe konnte Wittmann die Spitze verteidigen. Foto: dpa Foto: 
Nächste Inhalte

Marco Wittmann zeigte nach dem zweiten DTM-Titel seiner Karriere Größe und gratulierte dem unterlegenen Edoardo Mortara noch aus dem Auto heraus. Auf der Ehrenrunde setzte er seinen BMW neben den Audi-Fahrer und reckte den Daumen nach oben. „Wir haben großen Respekt voreinander“, sagte Wittmann, nachdem er über Funk schon lautstark gejubelt hatte. „Danke Jungs, unglaublich. Zum zweiten Mal Champion!“ Das schafften vor ihm nur vier andere Fahrer.

Mortara gewann das Rennen auf dem Hockenheimring gestern zwar, kam aber nur bis auf vier Punkte an Wittmann heran. Der Franke steuerte seinen BMW auf Platz vier und belohnte sich nach einer erneut bemerkenswert konstanten Saison mit dem zweiten DTM-Titel nach 2014. „Es war eine Wahnsinns-Saison“, sagte Wittmann glücklich. Mit der Kritik, dass der Titel wegen der vor der Saison gemachten Zugeständnisse einen Beigeschmack habe, konnte er nichts anfangen. BMW hatte in dieser Saison ein niedrigeres Ausgangsgewicht und einen breiteren Heckflügel als die Konkurrenz. „Ich fühle mich als verdienter Meister. Ich war der einzige BMW da vorne“, betonte er.

Hinter Mortara, dessen Wechsel zu Mercedes noch nicht offiziell bestätigt ist, kamen dessen künftige Markenkollegen Christian Vietoris und Paul Di Resta auf die Plätze zwei und drei und sorgten für ein versöhnliches Saisonende aus Stuttgarter Sicht. In der Herstellerwertung gewann Audi vor BMW und Mercedes. Der Italiener Mortara war vor allem traurig über die zu unrecht ausgesprochene Strafe in Zandvoort und die dadurch verpassten Punkte. „Mit diesen Punkten war es möglich. Es ist schade so“, sagte er. Die Gesamtwertung beendete Wittmann mit 206 Punkten vor Mortara (202). Jamie Green kam mit 145 Zählern auf Platz drei.

Am Start standen Wittmann und Mortara in Reihe drei direkt nebeneinander. Wittmann kam gut los, Mortara dagegen fiel noch vor der ersten Kurve zurück auf Rang acht. Mit maximaler Aggressivität arbeitete er sich aber sofort zurück auf Platz sechs und war nach drei Runden Vierter. Das Problem aus Sicht des Italieners: Wittmann war zu diesem Zeitpunkt bereits Dritter und hatte beste Aussichten auf seine zweite Meisterschaft. Mortara aber war nicht zu bremsen und übernahm nach sechs Runden die Führung.

Erst nach den Boxenstopps musste Wittmann kurz rechnen, weil Christian Vietoris, Paul Di Resta (beide Mercedes) und zunächst auch Tom Blomqvist (BMW) ihn überholten. Doch Wittmann ließ sich davon nicht verunsichern, überholte Blomqvist und steuerte auf Rang vier seinem zweiten Titel entgegen. dpa

Souverän Nur dreimal blieb Marco Wittmann 2016 ohne Punkte (inklusive Disqualifikation in Budapest). In drei Vierteln aller Rennen seiner DTM-Karriere kam er in die „Top Ten“, seine Quote für beendete Wettfahrten ist noch beeindruckender: rund 96 Prozent. So gut wie er kommt keiner seiner BMW-Kollegen mit dem vor drei Jahren eingeführten M4 zurecht. Fast immer war Wittmanns Auto der beste BMW des Renn-Wochenendes.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ringen um jeden Lehrling

Die Ausbildungszahlen bei der IHK bleiben praktisch stabil. Dafür sorgen nicht zuletzt Flüchtlinge, die auch den kriselnden Kochberuf retten. weiter lesen