Trainingsstätte der Pfuhler Turner gesperrt

Die Turner des TSV Pfuhl haben vorerst keine Trainingsstätte mehr. Aus Sicherheitsgründen wurde das Turnzentrum gesperrt.

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Schock für die Turnriege des TSV Pfuhl: Am Donnerstag wurde kurzfristig das Turnzentrum in der Offenhauser Straße geschlossen, etwa 100 Kinder und deren Eltern standen am Donnerstagnachmittag statt in der Trainingshalle vor verschlossenen Türen. Der Grund: Aus Sicherheitsgründen verhängte die Stadt Neu-Ulm kurzfristig ein Verbot, den seit Jahren heruntergekommenen Bau zu betreten. Die Stadt selbst war gestern Abend nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

Nicht nur die Sportler, sondern auch Patrick Winter, Vorsitzender des Fördervereins Turnen Pfuhl und verantwortlich für die Nutzung und Instandhaltung der Halle, wurden von der Sperrung überrascht. „Ich hatte am Mittwoch einem Mitarbeiter der Stadt die Mängel an der Halle gezeigt. Aber dass sie gleich gesperrt wird, davon wurde ich nicht informiert“, erklärte Winter gestern.

Was genau zu den Sicherheitsbedenken der Stadt führte, weiß der Fördervereins-Chef nicht, allerdings hatte sich die Situation in den vergangenen Wochen verschärft: „Zum einen gab es letzte Woche einen kleinen Brand an der Elektroanlage, zum anderen hängen seit kurzem einige Holzpaneelen von der Decke herunter“, beschreibt Winter die aktuelle Lage im Inneren des Gebäudes.

Seit drei Jahren drängt der Verein schon auf eine Lösung in der Standortfrage für die Turner, getan hat sich bisher wenig. „Vor zwei Jahren wurde festgestellt, dass das Turnzentrum nicht mehr sanierungsfähig ist. Es war also klar, dass wir hier nicht für immer bleiben können“, so Winter. Umso mehr ärgert es ihn, dass es nun zur Sperrung kam.

Die Turnabteilung des TSV Pfuhl ist bis ins Mark getroffen. Ohne ihre Trainingsstätte verlieren die Athleten die Perspektive für die anstehenden Wettkämpfe. Bald geht die Saison auf landesweiter und nationaler Ebene los. Außerdem drohen jede Menge Breitensportler abzuwandern. Ganz zu schweigen von der Zweitliga-Mannschaft, die mitsamt Trainer Rolandas Zaksauskas handlungsunfähig geworden ist. Auch finanziell könnte es schnell eng werden. „Schließlich muss ich alle Turner sofort beitragsfrei stellen“, erklärt Winter.

Der Ball liegt nun bei der Stadt, die erklären muss, wie lange die Sperrung bestehen bleibt und welche Ausweichmöglichkeiten es gibt. Für den Moment jedoch wurden die Pfuhler Turner „rat- und planlos“, wie es Winter beschreibt, zurückgelassen.

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