Torwart und Linksaußen glänzen

Deutschlands Hockey-Herren haben ihren zweiten Vorrunden-Sieg vor allem den Leistungsträgern Weinhold und Zeller zu verdanken.

|

Weinhold pariert, Zeller trifft: Erneut haben die beiden Hockey-Olympiasieger bewiesen, dass das vom Fußball bekannte Klischee, wonach Torwart und Linksaußen eine Macke haben, kein Problem darstellen muss. Im Gegenteil: Die Asse von Rot-Weiss Köln sind privat zwar auch keine Freunde von Traurigkeit, auf dem Platz liefert das von Trainer Markus Weise zu hoher Disziplin erzogene Duo aber in schöner Regelmäßigkeit Top-Leistungen ab. Beim knappen, aber verdienten 1:0 (1:0) über Südkorea war Christopher Zeller wie schon gegen Belgien (2:1) Schütze des entscheidenden Tores. Rückhalt Max Weinhold wurde zwar wenig geprüft, rettete aber dreimal den Sieg. Die DHB-Elf ist nun bei Olympia-Turnieren seit zehn Spielen unbezwungen.

"Beide haben ihren Auftrag voll erfüllt", lobte Bundestrainer Weise seine Erfolgsgaranten. Europameister Deutschland weist nach zwei Spielen beim Turnier in London wie die Niederlande sechs Punkte auf und hält damit Kurs auf das erste Etappenziel - das Halbfinale. Und das, obwohl das erfolgsverwöhnte Europameister-Ensemble von der Bestform noch ein gutes Stück entfernt ist. "Es ist noch ordentlich Luft nach oben. Und ich bin mir sicher, dass da auch noch was kommt", betonte Weise, der vor den wieselflinken Koreanern inständig gewarnt hatte und entsprechend froh über den "knallharten Arbeitssieg" war.

Mit seinem zweiten Turniertreffer legte Zeller die Basis. Der 27-Jährige, dessen älterer Bruder Philipp auch in London dabei ist, jagte bei der zweiten Strafecke mit Brachialgewalt den Ball gegen den Innenpfosten - Tor. "Das hat entspannt und wird mir Sicherheit für den weiteren Turnierverlauf geben", meinte der Ecken-Spezialist, der gegen Belgien keine "Kurze" verwerten konnte. Ein klassischer Außen ist er zwar nicht, er kommt aber meist über die linke Seite zu Toren: Mit 162 an der Zahl hat er Matthias Witthaus (163) als Toptorjäger im Olympia-Kader fast eingeholt.

Wie der nach einer Fußoperation und neunmonatiger Zwangspause erst im Frühjahr ins DHB-Team zurückgekehrte Zeller hatte auch Weinhold zuletzt mit Verletzungen zu tun. In der hektischen Schlussphase, als die Asiaten auf den Ausgleich drängten, musste er dreimal sein Können zeigen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Das Donauufer soll schöner und sicherer werden

Das Donauufer soll schöner und sicherer, der Fluss erlebbarer  werden. Die Stadträte drücken aufs Tempo und setzen sich gegen die Verwaltung durch. weiter lesen