Titelverteidigerin liebäugelt mit viertem Porsche

Beim Porsche Grand Prix, dem Tennisturnier mit etlichen Weltklasse-Spielerinnen, dominierte die Vorjahre immer eine: Maria Scharapowa. Es bleibt schwer, der zielstrebigen Siegerin den Titel streitig zu machen.

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  • Maria Scharapowa (links) hat wieder viel vor in Stuttgart - Caroline Wozniacki gilt als eine Herausforderin. Fotos: dpa/AFP 1/2
    Maria Scharapowa (links) hat wieder viel vor in Stuttgart - Caroline Wozniacki gilt als eine Herausforderin. Fotos: dpa/AFP
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An ihr führte die letzten drei Jahre beim Stuttgarter Damentennis-Turnier um den Porsche Grand Prix kein Weg vorbei: Maria Scharapowa. Die Russin, die am Sonntag 28 Jahre alt wurde, ist durch ihr souveränes Auftreten und ihren dreifachen Triumph zur Botschafterin und zum Gesicht des Turniers geworden. Die Weltranglisten-Zweite und der Veranstalter des Traditionsturniers profitieren mittlerweile gegenseitig voneinander, wie bei einer Symbiose.

Jeder Sieg auf dem Sandplatz in der Porsche-Arena machte die Tennis-Königin stärker. Jedes Jahr fühlen sich Turnierdirektor Markus Günthardt und die Sportliche Leiterin Anke Huber darin bestätigt, wie bedeutend Scharapowa für das Spektakel in der Landeshauptstadt ist. Deswegen hat auch diesmal keiner etwas dagegen, wenn sich die blonde Topspielerin ein weiteres Mal den Titel holt. Scharapowa selbst legt eine gesunde Skepsis an den Tag: "Ich habe lauter gute Erinnerungen an die Matches, die ich hier gewonnen habe. Es ist wie immer ein langer Weg, aber ich will hier wieder meinen Titel verteidigen." 2014 brauchte sie für ihren Erstrundensieg gegen Lucie Safarova über drei Stunden. Dieses Schuften für den Erfolg und dabei nie aufzugeben, das zeichnet sie aus und verlieh ihr auch den Spitznamen "eiserne Maria". Das Motto dieses Jahr, "Never give up! Erfolg ist Kopfsache" ist dann wohl auch ihr gewidmet.

Um in Stuttgart rechtzeitig fit zu sein, verzichtete Scharapowa sogar auf ihren Einsatz im Fed-Cup-Team. Anastasia Pawljutschenkowa und ihre Teamkolleginnen gelang auch ohne sie der Finaleinzug gegen das tapfer kämpfende deutsche Quartett. Die Nummer zwei der Welt wollte offen lassen, ob sie beim Finale gegen die Tschechinnen im November dabei sein wird: "In der Zeit nach Singapur (abschließendes Turnier auf der WTA-Tour, Anm. d. Red.) nehme ich normalerweise zwei Wochen Urlaub. Deswegen ist das ein kritischer Zeitpunkt." Doch jetzt gilt Scharapowas ganze Konzentration dem Turnier. Ab dem morgigen Mittwoch mischen sie und drei weitere mit Freilos - die Weltranglisten-Dritte Simona Halep, die Tschechin Petra Kvitova und die Dänin Caroline Wozniacki (Nummer fünf der Welt) - im Hauptfeld mit. Wenn Angelique Kerber morgen ihr erstes Match gewinnt, würde sie dann bereits Scharapowa gegenüberstehen. Die beste Gelegenheit für die ehemalige deutsche Nummer eins, ihre derzeitige stabile Verfassung auszuspielen und die amtierende Stuttgart-Siegerin früh zu stoppen.

Es gibt auch 2015 genug große Spielerinnen, die der Titelabonnentin gefährlich werden könnten. Wozniacki ist eine, die ebenfalls eine ähnliche gute Ausdauer besitzt, immerhin lief sie schon den New-York-Marathon. Aber genauso gut ist der Turniersieg der Polin Agnieszka Radwanska zuzutrauen. Oder gibt es eine Finalrevanche zwischen der Russin und der Serbin Ana Ivanovic? Das deutsche Publikum würde sich sicherlich am meisten darüber freuen, wenn endlich eine Deutsche das 430 PS starke Gewinnerauto ihr eigen nennen darf. Schließlich stehen in der Garage der Wahlamerikanerin schon genug der hübschen Wagen!

Andrea Petkovic sagt ab

Keine Kraft Andrea Petkovic hat nach den Strapazen des Halbfinales gegen Russland in Sotschi (2:3) ihre Teilnahme am Damen-Turnier in Stuttgart abgesagt. "Ich kann kaum in Worte fassen, wie enttäuscht und traurig ich bin, aber ich musste diese Entscheidung treffen, um weiteres Risiko für meine Gesundheit zu vermeiden", twitterte Petkovic: "Es geht einfach nicht, der Körper macht nicht mit."

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