Vor „Königsdisziplin“: Lurz hofft auf Freiwassermedaillen

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Der Langstreckenschwimmer Thomas Lurz ist dem Schwimmsport als Präsident des SV Würzburg 05 weiterhin eng verbunden. Foto: Tobias Hase  Foto: 

Rekordweltmeister Thomas Lurz traut den deutschen Freiwasserschwimmern bei der WM in Ungarn in den kommenden Tagen Medaillen zu.

Vor allem in der Staffel und im Damen-Rennen über fünf Kilometer gebe es Chancen, sagte der 37-Jährige. Zum erweiterten Kreis der Kandidatinnen für einen Top-Platz zählt auch die 41-jährige Angela Maurer über 25 Kilometer. Der zwölfmalige Weltmeister Lurz hatte 2015 seine große Karriere beendet. Lurz ist dem Schwimmen weiter eng verbunden, etwa als Präsident des SV Würzburg 05.

Zum WM-Auftakt hatte sich das Freiwasser-Nationalteam, das drei Jahre vor den Sommerspielen in Tokio im Umbruch ist, in Balatonfüred wacker geschlagen. Als Siebte erreichte Finnia Wunram über zehn Kilometer die beste Platzierung. Am Dienstag (10.00 Uhr) sind Rob Muffels und Olympia-Teilnehmer Christian Reichert über diese Distanz am Start. „Ich denke, dass eine Top-Sechs-Platzierung sicher möglich sein kann“, sagte Lurz der Deutschen Presse-Agentur.

Muffels, WM-Zweiter von 2015 über fünf Kilometer, hatte auf seine Silber-Strecke verzichtet und setzte auf die zehn Kilometer. „Das ist die Königsdisziplin, da sie die einzige olympische Strecke ist“, sagte Bundestrainer Stefan Lurz, der Bruder des Rekordweltmeisters. „Sie genießt auch bei uns äußerste Priorität.“

Den Verzicht auf die fünf Kilometer kann der frühere Medaillengarant Thomas Lurz nachvollziehen. „Die FINA könnte das Problem lösen, indem der Kalender einfach anders gelegt wird und man immer mit zehn Kilometern anfängt“, sagte er. „Ich selbst bin immer fünf und zehn Kilometer geschwommen. Ich wollte auf beiden Strecken gewinnen. Ob ein Tag Pause oder zwei war mir egal.“

Die 21-jährige Wunram zählt zu den Hoffnungen für Tokio 2020 wie auch der ein Jahr ältere Muffels. Der 19-jährige Florian Wellbrock, WM-Fünfter 2015 über fünf Kilometer, konzentriert sich in diesem Jahr auf die Beckenwettbewerbe. Freiwasser bleibt eine Option. Thomas Lurz sieht weitere Kandidaten. „Mit Finnia und Rob ist man auf dem Weg. Leonie Beck und meiner Ansicht nach noch Sören Meißner können sich langfristig etablieren. Die beiden sind schwimmerisch von den Zeiten besser, aber hier fehlt noch Erfahrung - und die kann man nur bei Wettkämpfen sammeln“, sagte der zweimalige Olympiamedaillengewinner.

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