Sturz am Balken kostet wohl die EM-Medaille

Ohne ihren pausierenden Vorturner Fabian Hambüchen sind die deutschen Kunstturner bei der Europameisterschaft in Montpellier ohne Medaille geblieben. Die letzten Chancen auf Edelmetall verpassten gestern der Hallenser Matthias Fahrig und Pauline Schäfer aus Pflugscheid.

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Der 29 Jahre alte Routinier Fahrig kam im Sprungfinale nur auf den achten und letzten Platz. Kaum besser erging es seiner Teamkollegin, die am Schwebebalken Siebte wurde. Immerhin: Erstmals seit einem Vierteljahrhundert hatte wieder eine deutsche Turnerin bei einer EM die Medaillenentscheidung am gefürchteten "Zitterbalken" erreicht.

Fahrig ärgerte sich darüber, dass bei ihm die Einturnzeit offensichtlich kürzer war als bei seinen Konkurrenten. "Magnesia und los, das habe ich noch nie erlebt", sagte der Boden-Europameister von 2010 erbost. Prompt stürzte er beim Dragulescu und konnte einen weiteren Sturz beim Kasamatsu mit eineinhalb Schrauben nur durch einen großen Ausfallschritt nach der Landung vermeiden. Schäfer kam ausgerechnet beim nach ihr benannten Salto zu Fall, ohne dieses Missgeschick wäre möglicherweise sogar ein Medaillengewinn vorstellbar gewesen. "Ich wollte wohl zu viel, die Anspannung war sehr groß", sagte die in Chemnitz trainierende Schülerin. Allerdings hatte ihr Markenzeichen auch beim Einturnen schon nicht funktioniert.

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