Steffi Grafs Training beschert Andrea Petkovic gelungenes Comeback

Andrea Petkovic hat in der Qualifikation zum Tennisturnier in Indian Wells ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Steffi Graf, mit der sich die 25-Jährige vorbereitet hat, ist von Petkovic Disziplin angetan.

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Andrea Petkovic meldete sich nach langer Verletzungspause eindrucksvoll zurück. Die Fed-Cup-Partie im April kommt aber wohl noch zu früh. Foto: dpa

Andrea Petkovic lachte befreit auf. Nach einem Meniskusriss, mehr als zweimonatiger Verletzungspause und mehreren Trainingseinheiten mit Steffi Graf meldete sich die Darmstädterin in der kalifornischen Wüste mit einem überzeugenden Auftritt im Turnieralltag zurück. Das 6:0, 6:2 gegen Julia Putinzewa aus Kasachstan in der ersten Qualifikationsrunde für das Hartplatz-Tennisturnier in Indian Wells war schnell abgehakt.

Petkovic tauschte sich nach ihrem gelungenen Comeback noch kurz mit Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner aus und richtete den Fokus schnell auf ihre nächste Gegnerin Monica Puig (Puerto Rico). "Das ist ein glattes Ergebnis gegen solch eine junge, aufstrebende Spielerin", lobte Rittner, die in regelmäßigem Kontakt zu Petkovic steht.

Ihre ehemalige Nummer eins hatte sich Ende des vergangenen Jahres beim Hopman Cup in Perth einen Meniskusriss zugezogen, konnte in dieser Saison noch kein Spiel bestreiten und rutschte in der Weltrangliste auf Platz 177 ab. Dementsprechend unsicher war sie vor der vermeintlichen Pflichtübung gegen Putinzewa. Ihr 77 Minuten langer Auftritt machte aber Mut. Die 25-Jährige bewegte sich gut, war nie gefährdet und konnte sich trotz der langen Turnierabstinenz sogar auf ihren Aufschlag verlassen.

Vergangene Woche hatte Petkovic in Las Vegas ein paarmal mit Steffi Graf trainiert und sich inspirieren lassen. "Es ist unbezahlbar, Tipps von solch einer Weltklassespielerin wie Steffi zu bekommen", erzählte Rittner, die mit der legendären Brühlerin eng befreundet ist. "Steffi ist begeistert von der wahnsinnigen Disziplin und dem zielorientierten Arbeiten von Petko." Mit der gewohnten Leidenschaft und Akribie bereitete sich Petkovic auch auf die mit 5,03 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung in Indian Wells vor, wo sie in der Qualifikation nur dank einer Wildcard starten darf. Bei den folgenden Turnieren in Miami und Charleston bekam sie immerhin eine Wild Card direkt fürs Hauptfeld.

"Von der Mentalität her ist es für sie besser, gleich bei einem großen Turnier wieder einzusteigen, der Terminkalender gibt ohnehin derzeit keine Alternativen her. Petko benötigt jetzt einfach Spielpraxis", analysierte Rittner. Eine Nominierung für die Fed-Cup-Partie am 20. und 21. April in Stuttgart gegen Serbien kommt deshalb eher zu früh. "Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Für die April-Partie wird es sehr eng für sie, aber man weiß nie, was bis Mitte April noch alles passiert und wer sich bis dahin vielleicht noch verletzt", sagte Rittner.

Bereits in Indian Wells wird Petkovic ein Wiedersehen mit ihren Kolleginnen feiern können. Angelique Kerber, Julia Görges, Mona Bartel und Annika Beck stehen nämlich direkt im Hauptfeld.

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