Staffel Siebter: Noch langsamer als erwartet

Neunter WM-Wettbewerb ohne Medaille für die deutschen Skilangläufer: Die Damen-Staffel landete auf dem enttäuschenden siebten Platz.

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Klaus Vestewig berichtet von der Nordischen Ski-WM

Wäre die Darbietung der deutschen Langlauf-Damen gestern doch auch so ausgeklügelt gewesen wie die verschiedenen Pläne des Deutschen Skiverbands, Miriam Gössner pünktlich nach München zu bringen zum Abflug zurück zu den Biathleten. Schon kurz nach dem Staffel-Rennen über 4x5 km hob der Helicopter Marke Eurocopter 135 unterhalb von Cavalese ab zum rund 75-minütigen Flug in die bayrische Landeshauptstadt.

Um 19.25 Uhr startete dort der Lufthansa-Linienflug nach Oslo, wo Gössner heute (15.30 Uhr/ARD) im Sprintwettbewerb schon wieder bei den Skijägerinnen mitmischt. Da der Anflug des Hubschraubers von Salzburg ins Val di Fiemme wegen des wackligen Wetters nicht gänzlich sicher war, galt es, etliche Eventualitäten einzubeziehen - alles in allem ein mehr als grenzwertiger Aktionismus um die 22-Jährige.

Was sich zuvor auf der Loipe aus deutscher Sicht abgespielt hatte, war weniger zielgerichtet. Viel hatte man der Damen-Staffel zwar nicht zugetraut. Dass beim pflichtgemäßen Sieg der Norwegerinnen 26,2 Sekunden vor Schweden und 45,8 Sekunden vor Russland schließlich nur Position sieben heraussprang, war aber frustrierend. "Bronze wäre eine Super-Sache gewesen. Aber wir waren chancenlos", musste Bundestrainer Frank Ullrich eingestehen.

So enttäuscht wie gestern hat man Miriam Gössner selten gesehen. "Wir wollten vorne mitlaufen, das haben wir nicht geschafft", sagte die deutsche Schlussläuferin: "Ich habe versucht, alles zu geben. Als alles absehbar war, bin ich nur noch am Limit aber nicht darüber gelaufen", sagte die Garmischerin, die überdies mit einem stumpfen Ski unterwegs war, traurig.

Startläuferin Nicole Fessel hatte sich als Fünfte (28,0 Sekunden zur Spitze) noch einigermaßen gehalten, Katrin Zeller aber fehlten am Schluss die Körner (7./1:13,2 zurück), Denise Herrmann übergab als Sechste (1:15,7 zurück) an Gössner. Am Schluss waren es 2:07,8 Minuten Rückstand - deprimierend.

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