Sportarzt belastet Fuentes

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Im Prozess gegen den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes und vier weitere Angeklagte hat der deutsche Sportmediziner Prof. Yorck Olaf Schumacher auf die Risiken bei Transfusionen von Eigenblut hingewiesen. "Solche Eingriffe bedeuten unnötige Gefahren für die Patienten und können im Extremfall sogar tödlich sein", sagte der Wissenschaftler vor dem Madrider Gericht.

Der Mediziner, der als Gutachter der Welt-Antidoping-Agentur aussagte, belastete damit die Angeklagten Fuentes, dessen Schwester Yolanda und die Ex- Radteamchefs Manolo Saiz, Ignacio Labarta und Vicente Belda. Die Staatsanwaltschaft verlangt für alle Angeklagten Haftstrafen von zwei Jahren.

Schumacher widersprach den Behauptungen von Fuentes, wonach die Transfusionen der Gesundheit von Hochleistungssportlern förderlich gewesen seien. "Das ist Unsinn", sagte der Gutachter. Ein weiteres Risiko bestehe darin, dass die Blutbeutel verwechselt werden könnten.

Die Angeklagten im Prozess um den größten Dopingskandal der spanischen Sportgeschichte werden nur wegen Gesundheitsgefährdung zur Rechenschaft gezogen. Doping war bei der Aufdeckung des Skandals im Mai 2006 nach spanischem Recht nicht strafbar gewesen.

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